Aus ökologischer Sicht wäre es eigentlich am besten, gar keine Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Aber wenn du nicht wie der Grinch dastehen willst, gibt es eine Alternative: Verschenke Reparatur. Das können Werkzeuge sein, Ersatzteile oder auch ein Reparaturkurs. Vielleicht reparierst du ja auch heimlich den Lieblingspulli, die Lieblingsstiefel oder die alte Spielekonsole eines geliebten Menschen – es gibt viele kreative Wege, nachhaltiger zu schenken und dabei den Kreislauf aus Überproduktion und Überkonsum zu durchbrechen.
Reparieren als Geschenk ist eine klügere, umweltfreundlichere und langlebigere Wahl, und oft auch viel persönlicher und sinnvoller. Deine Lieben werden merken, dass du wirklich nachgedacht und nicht einfach irgendwas auf den letzten Drücker organisiert hast.
Und das Beste: Wir haben die passenden Angebote für dich – pünktlich zum Black Friday und ohne dein Budget zu sprengen.
Das perfekte Toolkit für Reparatur-Neulinge

Für alle, bei denen ständig was kaputt geht…
Das Essential Electronics Toolkit enthält alles, was man braucht, um im Alltag Geräte selbst zu öffnen und zu reparieren.
Ein gutes Werkzeugset ist oft der erste Schritt zur Selbstreparatur und macht Reparieren zum Vergnügen. Es hat lebenslange Garantie und ist im Grunde ein Doppelgeschenk: Werkzeug für eine Person, neues Leben für all ihre Geräte.
Das Essential Electronics Toolkit ist wirklich gut durchdacht, mit den Präzisionsbits kann man iPhones öffnen, aber auch die Nintendo Switch oder einen Xbox-Controller. Es sind auch Hebelwerkzeuge dabei, um hartnäckigen Kleber zu lösen, und Pinzetten.
Selbst wenn die beschenkte Person damit „nur“ kaputte Displays und Akkus tauscht: Dieses Set hat sich dann schon mehr als gelohnt.
Für Profis: Tools, die (fast) alles können
Für alle, die eh schon tüfteln …
Das Pro Tech Toolkit ist der Klassiker für alle, die es ernst meinen.

Leute, die schon handwerklich begabt sind, können Werkzeug brauchen, das sie praktisch ewig nutzen können. Wer regelmäßig repariert, wird sich riesig über ein Upgrade für die Werkzeugkiste freuen.
Das Pro Tech Toolkit und sein abgespeckter Cousin, das Pro Tech Go, sind unsere Dauerbrenner für die Elektronikreparatur, da braucht man fast nie etwas anderes.
Als bekennender Reparatur-Nerd wäre für mich aber vor allem das FixHub Power Series Soldering Toolkit das absolute Highlight unterm Weihnachtsbaum. Inklusive Lötzinn, Seitenschneider, Schutzbrille und vielem mehr kann man damit im Handumdrehen jede Tischecke in eine vollwertige Lötstation verwandeln. Und falls es etwas kompakter sein soll: Die FixHub-Lötstation kommt ohne Schnickschnack, nur mit Lötkolben und Akku. Sie wurde sogar vom Time Magazine zu einer der besten Erfindungen des Jahres gekürt – und das völlig zu Recht. Mit ihren vielen cleveren Bedienungs- und Sicherheitsfeatures macht das Löten richtig Spaß und man schiebt Reparaturen nicht mehr auf die lange Bank, sondern freut sich darauf!

Für alle, die im Löten richtig durchstarten wollen…
Unser preisgekrönter Lötkolben, ein 100-Watt-Akkupack und das gesamte Zubehör.
Das unterschätzte Geschenk: Ersatzteile
Der Handy-Akku deines Kumpels ist ständig leer? Deine Mutter rennt schon ewig mit einer Spider-App durch die Gegend? Dein Bruder braucht ein neues Kameramodul, um seine TikTok-Träume wahr werden zu lassen?
Du musst ihnen ja nicht gleich ein neues Handy schenken. Manchmal reicht auch einfach ein Ersatzteil! Ein neuer Akku, ein neues Display oder eine neue Kamera bringen das alte Handy wieder zum Laufen. Alte Handys, besonders iPhones, die jahrelang Software-Updates bekommen, sind auch lange nach dem üblichen „Upgrade-Zyklus“ noch absolut brauchbar – mit Ausnahme des Akkus, der ein Verschleißteil ist (und den man ehrlich gesagt viel, viel einfacher austauschen können sollte).
Schenk ein Kit, das sowohl den Akku als auch die nötigen Werkzeuge zum Einbau enthält, und pack es entweder ein und leg es unter den Baum – oder führe die Reparatur selbst als Teil des Geschenks durch. In dem Fall kannst du dich dann auch für ein paar Stunden vor der Verwandtschaft drücken.

Ersatzteile mit allen nötigen Werkzeugen
Kein Rätselraten. Kein Zweifeln. Einfach die richtigen Werkzeuge zum richtigen Zeitpunkt.
Gebraucht kaufen und aufmöbeln
Alte Gegenstände sind genauso gut oder vielleicht sogar besser als neue, außerdem sind sie günstiger. Eine alte, verbeulte Gusseisenpfanne oder auch eine abgenutzte E-Gitarre tragen Dellen und Kratzer, die ihnen Charakter verleihen.
Also warum nicht gebraucht kaufen? Mein Bruder hat für seinen Sohn eine gebrauchte Spielküche gekauft und aufgemöbelt. Wenn deine Kinder unbedingt einen Laptop oder ein Tablet haben wollen, dann schau doch bei Back Market nach Gebrauchten. Vintage-Kleidung bekommst du bei Vinted, Vestiaire Collective oder Momox Fashion.
Alternativ könntest du auch einen Gegenstand reparieren, von dem du weißt, dass er der Person viel bedeutet, und diesen dann neu verpackt verschenken. Wusstest du, dass iFixit jede Menge kostenloser Anleitungen beispielsweise auch zur Reparatur von Kleiden hat? Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du Stiefel neu besohlst oder Flicken auf dem Lieblingspulli aufnähst.
Du könntest auch jemandes Werkzeug reparieren. Stemmeisen, Sägen, Hobel, Messer, Scheren und Bohrer müssen irgendwann alle geschärft werden. Wusstest du, dass sogar Messerschärfer manchmal neue Schleifsteine brauchen? Auch dafür haben wir eine Anleitung.
Kintsugi & Co.: Schön repariert
Kintsugi ist die ultimative Reparaturtechnik. Es ist eine Philosophie. Bei der kunstvollen Reparatur von Keramik mit goldhaltigem Lack werden die reparierten Risse buchstäblich als Statement hervorgehoben, das Ergebnis ist oft schöner als der unversehrte Gegenstand.
Ein wunderschönes Geschenk, das du selbst machen kannst, oder auch ein entsprechendes Set verschenken. Vielleicht wird sogar einen Kurs in einer Werkstatt in der Nähe angeboten, dann könntest du den schenken. À propos…
Wissen schenken: Reparieren lernen
Die Glücksformel besagt, dass Erlebnisse und Erfahrungen viel wertvoller sind als Dinge. In unserem Fall könnte dieses Erlebnis sein: Reparieren lernen. Reparaturfähigkeiten zu lernen rettet außerdem Geräte und damit die Umwelt. Kein Witz.
Vielleicht gibt es Makerspaces, Generationenhäuser oder ähnliche Initiativen in deiner Nähe, die auch Kurse anbieten. Das kann Elektronikreparatur sein, aber auch Reparaturen im Haushalt, Nähen oder Holzarbeiten. Nicht jeder wurde als Kind dazu verdonnert, den Eltern beim Regalaufhängen zu helfen oder Spachtelmasse anzurühren und kaputte Fenster zu ersetzen, aber glücklicherweise ist Reparieren eine Fähigkeit, die man auch später noch leicht lernen kann.
Für iFixit habe ich erst kürzlich einen Reparatur-Workshop bei einer Veranstaltung in Madrid angeboten und jungen Influencern gezeigt, wie man das Display eines iPhones austauscht. Beim ersten Teil, meinem Vortrag über die Bedeutung des Rechts auf Reparatur, haben mir die jungen Leute zwar höflich zugehört, aber so richtig Begeisterung kam dann erst auf, als sie selbst Hand anlegen durften.
Die meisten der Teilnehmenden hätten vorher nicht im Traum daran gedacht, selber ein Handy zu reparieren, aber dann haben ein paar alte iPhones und unsere Essential Electronics Toolkits ausgereicht, um den Funken zu entzünden. Danach waren sie Feuer und Flamme und ganz begierig darauf, ihr neues Können bei den Handys ihrer Freunde zum Einsatz zu bringen – zumal sie ja auch alle ein Werkzeugset mit nach Hause nehmen durften.
Dieser Effekt ist bei einem Lötworkshop noch größer: Löten an sich ist ja nicht schwer, schon wenig Anleitung bringt unglaublich viel, und wenn man den Dreh erst mal raus hat, gibt es kaum etwas, das man nicht reparieren, verändern oder verbessern kann. Bei mir war es zum Beispiel die Kaffeemaschine: Da gab es eine winzige Batterie, die immer mitten im Brühvorgang den Geist aufgab. Ein kurzer Blick in meine Ersatzteilschublade und fünf Minuten Löten später (die meiste Zeit davon habe ich damit verbracht, darauf zu warten, dass mein altersschwacher Lötkolben warm wird), und schon hatte ich einen Akku eingebaut, der mindestens einen Monat halten sollte.
Und weißt du was? Bei iFixit gibt’s natürlich auch jede Menge Anleitungen zum Löten, sowie einen ganzen Bereich zum Lernen verschiedenster Reparaturtechniken, von der Arbeit mit Kunststoffen bis hin zum Nähen, Schmieden, Software und mehr.
Green Friday
Wenn man einen Schritt zurücktritt, wird schnell klar: Das saisonale Schenken ist eine kapitalistische Konstruktion, die uns zu hemmungslosem Konsum drängt. Das Schlimmste daran ist die Verpflichtung, die wir dabei empfinden. Es erscheint undenkbar, keine Weihnachtsgeschenke für Freunde und Familie zu kaufen.
Aber es gibt einen dritten Weg. Wir können die Versuchungen des Black Friday und den Wahnsinn der „Shopping-Saison“ ignorieren und stattdessen Reparatur, Wiederverwendung und Nachhaltigkeit fördern.
Werkzeuge, Ersatzteile und Reparaturanleitungen befähigen Menschen, ihre Geräte zu reparieren. Das Vermitteln von Reparaturfähigkeiten schafft ein Selbstvertrauen, das ein Leben lang hält – und reduziert Elektroschrott direkt und auch indirekt, indem nicht noch mehr Müll in die Welt gesetzt wird. Du hast die Wahl. Mach mit uns aus dem Black Friday einen Green Friday. Für eine Zukunft, in der Kaputt nicht das Ende bedeutet.
Dieser Artikel wurde übersetzt von Sandra Hiller.
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