Gute Nachrichten! Es gibt jetzt sieben neue Lötspitzen für unseren FixHub Intelligenten Lötkolben. Falls ihr schon gespannt darauf gewartet habt, schaut doch mal in unserem Shop vorbei.

Wir haben das Sortiment an FixHub-Lötspitzen verdoppelt!
Neu: Konisch angeschrägt mit Hohlkehle 1,5 mm & 2,6 mm, messerförmig abgewinkelt, konisch abgewinkelt, konisch gebogen, meißelförmig 4,0 mm und Lötspitze für Gewindeeinsätze.
Aber wenn du diesen Absatz gerade gelesen hast und gedacht hast: „Man kann verschiedene Spitzen für den Lötkolben bekommen!?“ – dann bist du hier genau richtig.
Genauso wie du keinen Kreuzschlitz-Bit verwenden würdest, um eine Torx-Schraube zu lösen, solltest du auch die richtige Lötspitze für die passende Aufgabe auswählen. Und genauso wie du niemals einen Schlitzschraubendreher benutzen würdest, um eine Farbdose zu öffnen (oder?), solltest du auch deine Lötspitzen pflegen, damit sie einwandfrei funktionieren und länger halten.
Falls du es verpasst hast: Nachdem mehrere Lieferungen hintereinander ausverkauft waren, haben wir endlich wieder genug FixHub Löt-Werkzeugsets auf Lager, um die Nachfrage zu decken. Hol dir eins und finde heraus, warum Make es als „iFixit durch und durch“ bezeichnet hat.
Nur ein kleiner Tipp
Fangen wir mit den verschiedenen Spitzenarten an. Oder besser gesagt: Fangen wir damit an, was all diese unterschiedlich geformten Spitzen gemeinsam haben. Egal, welche Form oder Größe sie haben – sie verfügen alle über einen Kupferkern für maximale Wärmeleitung. Im Idealfall wäre das schon alles, aber Lötzinn löst Kupfer auf (besonders bleifreies Lötzinn), deshalb überziehen wir den Kern mit einer dünnen Schicht Eisen, um ihn zu schützen. Diese leitet immer noch genug Wärme, um das Lötzinn zu schmelzen, hält aber viel länger als Kupfer.

Aber Eisen oxidiert, wie wir wissen, ziemlich leicht. Wir umgehen das, indem wir Flussmittel verwenden und die Spitze vor dem Gebrauch verzinnen (mehr zum Verzinnen weiter unten). Der Schaft der Spitze, wo die Leitfähigkeit keine Rolle spielt, ist verchromt. Chrom benetzt Lötzinn zwar schlecht, oxidiert aber kaum.
Arten von Spitzen und ihre Verwendung
Lötspitzen lassen sich hauptsächlich in sieben Formkategorien einteilen: konisch (Typ B), abgeschrägt (C), keilförmig (D), gebogen (J), nadelförmig (I), messerförmig (K) und hufförmig, in verschiedenen Größen. Es gibt auch speziellere Spitzen, auf die wir hier nicht eingehen werden, da die meisten Leute beispielsweise wohl nie eine Lötspitze für HF-Abschirmbleche benutzen müssen.
Wir gehen hier kurz auf jeden Typ ein, mit einer Beschreibung und Anwendungsbeispielen. Eine wirklich ausführliche Anleitung zu den Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Spitzen findest du aber in unserem Wiki-Artikel „So wählst du die richtige Lötkolbenspitze aus“.

Konisch (Typ B) Das ist die ikonische (na?) Lötspitze. Sie hat eine spitze Kegelform, und wahrscheinlich ist schon eine an deinem Lötkolben montiert. Es ist eine gute Allround-Spitze, da du je nach benötigter Wärmeübertragung entweder die Spitze oder die Seite verwenden kannst. Außerdem lässt sie sich aus jedem Winkel leicht hineinstecken. Diese Art von Spitze ist im Lieferumfang jedes neuen FixHub Intelligenten Lötkolbens enthalten.

Abgeschrägt (Typ C) Eine abgeschrägte Lötspitze sieht aus wie ein Kegel, dessen Spitze schräg abgeschnitten ist. Das flache Ende bietet viel mehr Oberfläche für eine bessere Wärmeübertragung und eignet sich gut für Leiterplattenpads und zum Verbinden von Drähten. Und den spitzen Bereich kannst du trotzdem für feinere Arbeiten nutzen. Dies ist ein weiterer guter Allrounder (auch wenn er weniger rund ist). Wir haben konisch angeschrägte Spitzen mit 1,5 mm und 2,6 mm im Sortiment.

Keil (Typ D) Ich mag den Keil, auch Meißel genannt, der wie eine kleine Klinge eines Flachkopf-Schraubendrehers aussieht, weil er eine schön große, flache Oberfläche bietet und trotzdem leicht zu handhaben ist. Die Kante an der Spitze eignet sich auch gut für Feinarbeit. Wir haben FixHub mit einer 1,5-mm-Meißelspitze auf den Markt gebracht, und jetzt gibt es auch eine breitere 4,0-mm-Variante.

Nadel (Typ I) Die Nadel ist ein ziemlich spezielles Werkzeug, das sich nur für sehr feine Arbeiten eignet. Die winzige Spitze eignet sich nur für kleine Verbindungsstellen, da sie für größere nicht genug Wärme liefern kann, aber ihre Präzision bei detaillierten Arbeiten ist unübertroffen. Unsere feinen Lötspitzen sind schmal, aber mit einem Durchmesser von 0,3 mm etwas breiter als die meisten Nadelspitzen mit 0,2 mm Durchmesser.
Gebogen (Typ J) – Eine gebogene Variante der Nadel- oder Keilspitzen. Diese eignen sich gut für schwer zugängliche Winkel und ermöglichen je nach Winkel entweder punktuelles oder flächiges Erwärmen. Auch zum Schlepplöten verwendbar (mehr dazu gleich).
Unter den neuen Lötspitzen sind eine konisch abgewinkelte Lötspitze und eine konisch gebogene Lötspitze enthalten.
Messer (Typ K) – Dieser Typ hat eine besondere Eigenschaft: Es ist die einzige Spitze, deren Typenbezeichnung (K) tatsächlich zu ihrem Namen passt (engl.: knife) , und sie kann zum Beispiel auch als Heißmesser zum Durchschneiden von Schrumpfschläuchen verwendet werden. Wird hauptsächlich zum Reparieren von Lötbrücken verwendet, eignet sich aber auch zum Schlepplöten (wie gesagt, das kommt gleich). Wir haben nun eine messerförmig abgewinkelte Lötspitze für FixHub auf den Markt gebracht.
Huf- oder Becherspitzen: Eine Huf- oder Becherspitzen ist eine Spitze mit einer Vertiefung an der Spitze, ähnlich wie bei einem winzigen Eisportionierer. Das ist die klassische Spitze fürs Ziehlöten, was ich dir nun endlich erklären werde: Besser als jede andere Spitze lässt sich mit einer Hufspitze Lötzinn über Oberflächen ziehen, da die Mulde den Tropfen geschmolzenen Lötzinns an Ort und Stelle hält, während du ziehst. Warum solltest du das tun wollen? Nehmen wir mal an, du willst Lötzinn über mehrere Pins eines SMD-Bauteils verteilen. Da ist die Hufspitze genau das Richtige. Während du das Lötzinn ziehst, sorgen Oberflächenspannung und natürliche Benetzungskräfte dafür, dass auf jede Lötstelle genau die richtige Menge Lötzinn gelangt. Fast wie von Zauberhand.
Das Ziehlöten eignet sich auch gut zum Verzinnen von Drahtstücken oder für alles, wo man Lötzinn verteilen muss. Die Hufspitze ist dank der Art, wie sie das Lötzinn festhält, eigentlich eine ziemlich gute Allround-Option.
In unserer neuesten Auswahl an Spitzen haben wir zwei verschiedene Größen von Becher-Spitzen: eine 1,5 mm konisch angeschrägte Lötspitze mit Hohlkehle und eine 2,6 mm konisch angeschrägte Lötspitze mit Hohlkehle .
Tipp zum Heizelement
Die letzte Art von Spitze, die unsere FixHub Power Series neu ergänzt, ist eigentlich gar nicht fürs klassische Löten gedacht: Sie heißt „Lötspitze für Gewindeeinsätze“ und dient dazu, thermisch verfestigte Messing-Gewindeeinsätze (M2 bis M5) in 3D-gedruckte und Kunststoffteile einzusetzen. Sie nutzt die kontrollierte Wärme des Lötkolbens, um jeden Einsatz sauber an Ort und Stelle einzuschmelzen. Das sorgt für stabile, wiederverwendbare Gewinde.
Reinigung und Wartung
Modernes bleifreies Lötzinn erfordert höhere Temperaturen als Bleilot, was bedeutet, dass sich die Lötspitzen schneller abnutzen. Diese Lote haben zudem einen höheren Zinngehalt, und Zinn ist der korrosive Bestandteil des Lötzinns.
Der erste Wartungstipp lautet also: Erhitze die Spitze nicht zu stark. Das klingt wie ein schlechter Witz, aber wenn du den FixHub Intelligenten Lötkolben von iFixit verwendest, erkennt dieser mithilfe eines Beschleunigungssensors, wenn du ihn ablegst, und schaltet die Stromzufuhr zur Spitze ab (was zudem Akkuleistung spart). Der Beschleunigungssensor erkennt auch, wenn du ihn wieder in die Hand nimmst, und bringt die Spitze innerhalb von Sekunden wieder auf Löttemperatur.
Als Nächstes solltest du die Spitze sowohl während des Gebrauchs als auch bei der Aufbewahrung schützen. Dazu verzinnst du die Spitze. Beim Verzinnen schmilzt du Lötzinn auf die Spitze des Lötkolbens, sodass eine dünne Schicht Lötzinn (das viel Zinn enthält) zurückbleibt. Das schützt den Lötkolben vor der Umgebungsluft und verhindert Oxidation. Du solltest die Spitze außerdem regelmäßig entweder mit einem Messingschwamm (der speziell dafür gedacht ist) oder einem feuchten Stück eines normalen Schwamms abwischen. Messingschwämme verringern das Risiko eines Thermoschocks, der theoretisch zu Rissen in der Spitze führen kann, aber Spitzenreinigung ist wichtig, um verbranntes Lot und alte Oxidationsrückstände von deiner Spitze zu entfernen.
Du solltest die Spitze nach dem Gebrauch mit Zinn überziehen, um sie während der Lagerung mit einer Schutzschicht zu versehen. Bedecke die gesamte Arbeitsfläche der Spitze mit Lötzinn und lass es abkühlen.
Wir haben einen ganzen Leitfaden zur Überprüfung und Pflege deiner Lötspitzen, daher geben wir dir hier nur einen kurzen Überblick. Bevor du deine Lötspitze benutzt, schau sie dir mal an. Wenn sie hoffnungslos verrostet oder rissig ist oder der Kupferkern sichtbar ist, ist es Zeit für eine neue. Ist sie nur leicht oxidiert, kannst du einen „Lötspitzenverzinner“ verwenden – eine spezielle Reinigungspaste für Lötspitzen. Das ist eine Mischung aus Flussmittel und Lot, in die du die heiße Spitze eintauchst, wodurch sie gleichzeitig gereinigt und verzinnt wird.
Wenn die Spitze wirklich stark von Oxidation angegriffen ist, kannst du die Drahtbürste hervorholen oder (als letztes Mittel) Schleifpapier mit hoher Körnung. Geh aber vorsichtig vor. Du willst ja nicht die Eisenschicht abschleifen.
Und das war’s auch schon. Wenn du dir erst mal einen ordentlichen Lötkolben und Lötspitzen gekauft hast, ist es sinnvoll, sie gut zu pflegen. Und du solltest dir von Anfang an gute Lötspitzen kaufen. Richtig billige scheinen sich nicht nur nach kürzester Zeit aufzulösen, sie machen das Löten auch viel schwieriger, als es sein sollte. Wie bei jedem Werkzeug gilt: Kauf gute Qualität und pflege sie gut, damit sie lange halten. Viel Spaß beim Löten!
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