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Chassis & Plattformarchitektur

  • Die Sigma-Plattform: Der CTS der Jahre 2006–2007 nutzte die erste Architektur von GM, bei der ultrahochfester Stahl an kritischen Belastungspunkten strukturell verschweißt wurde. Das Fahrwerk verfügte über eine Einzelradaufhängung mit einer Short/Long-Arm-Konfiguration (SLA) an der Vorderachse und einer Mehrlenkerkonfiguration an der Hinterachse, die durch einen gummigelagerten Hilfsrahmen isoliert war, um Fahrbahnunebenheiten zu dämpfen, ohne die Seitensteifigkeit zu beeinträchtigen.
  • Performance-Fahrwerk-Updates: Fahrzeuge, die mit dem 18-Zoll-Rad-Performance-Paket ausgestattet waren, verfügten über selbstnivellierende Nivomat-Stoßdämpfer an der Hinterachse. Diese mechanischen, gasdruckgeladenen Dämpfer nutzten die kinetische Energie des Fahrzeugs bei Bodenwellen, um intern Hydraulikflüssigkeit zu pumpen und die Fahrzeughöhe des Hecks bei Beladung automatisch auf das optimale geometrische Niveau anzuheben.

Antriebsstrang- & Motorspezifikationen

3,6-l-VVT-V6 (LY7)

  • Architektur: 60-Grad-3564-cm³-DOHC-V6 mit Aluminiumblock und -zylinderköpfen, ausgestattet mit einer geschmiedeten Stahlkurbelwelle und sintergeschmiedeten Pleuelstangen.
  • Leistung: 255 PS bei 6200 U/min / 342 Nm Drehmoment bei 3200 U/min.
  • Ventiltrieb: Kontinuierliche variable Ventilsteuerung (VVT), die über einen 50-Grad-Bereich an den Einlass- und Auslassnockenwellen arbeitet, um den volumetrischen Wirkungsgrad zu maximieren. Zudem wurde ein zweistufiges variables Ansaugrohr (Plenum-Tuning) zur Optimierung des Drehmoments im unteren Drehzahlbereich eingesetzt.

2,8-l-V6 (LP1)

  • Architektur: 2792-cm³-Variante der High-Feature-Motorenfamilie mit reduziertem Hubraum, wobei die 24-Ventil-DOHC-Konfiguration beibehalten wurde.
  • Leistung: 210 PS bei 6500 U/min / 263 Nm Drehmoment bei 3300 U/min.
  • Anwendung: Diente als Basisantrieb und ersetzte den älteren 3,2-l-LA3-Motor; Nutzung von elektronischer Drosselklappensteuerung und einem Verdichtungsverhältnis von 10,0:1.

6,0-l-V-Series-V8 (LS2)

  • Architektur: 5967-cm³- (364 cu in) Generation IV Small-Block-Stoßstangen-V8 mit einem Block aus Aluminiumguss und durchflussstarken „243“-Zylinderköpfen.
  • Leistung: 400 PS bei 6000 U/min / 536 Nm Drehmoment bei 4400 U/min.
  • Wechsel von LS6 zu LS2: Während die Leistung dem auslaufenden 5,7-l-LS6 entsprach, erhöhte der 6,0-l-Hubraum den Hub und die Zylinderbohrung (101,6 x 92 mm), wodurch das maximale Drehmoment 400 U/min früher im Drehzahlbereich anlag, was die Beschleunigung am Kurvenausgang verbesserte.

Antriebsstrang- & Bremsenoptimierung

  • Differenzial-Upgrades: Um das bekannte „Wheel-Hop“-Phänomen und die Gehäuseschäden der 2004–2005er-Modelle zu beheben, erhielt der 2006–2007 CTS-V ein verstärktes Hinterachsdifferenzialgehäuse mit asymmetrischen Halbachsendurchmessern (unterschiedliche Wandstärken von Seite zu Seite), um harmonische Resonanzen zu neutralisieren und ein Verspannen der Achsen bei harten Starts zu verhindern.
  • Thermische Belastbarkeit der Bremsen: Der CTS-V wurde von einer Brembo-Anlage verankert, die 355-mm-Vorderradrotoren und 365-mm-Hinterradrotoren aufwies, die von festen 4-Kolben-Monoblock-Aluminiumsätteln geklemmt wurden. Die serienmäßigen V6-Modelle mit Sportpaket nutzten kleinere, aber dicke 302-mm-Vorder- und 298-mm-Hinterrad-belüftete Bremsscheiben mit hochfesten, reibungsintensiven Belägen.

oldturkey03

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