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[summary]Flipperautomaten sind münzbetriebene Arcade-Spiele, die mechanische Präzision mit rasanter Physik verbinden und Spieler herausfordern, einen Stahlball mit Hilfe von abgedeckten „Flippern“ im Spiel zu halten. Das moderne Zeitalter begann in den 1930er Jahren mit der Einführung von Elektrizität und entwickelte sich schließlich zu den komplexen, „Solid-State“-Maschinen der 1970er und 80er Jahre, die digitale Punktanzeigen und lizenzierte Filmthemen boten.[\summary]
Mitte der 1970er Jahre (etwa 1977) begann die Ära der Solid-State-Maschinen. Statt tausender Meter Kabel und hunderter mechanischer Schalter begannen die Maschinen, integrierte Schaltkreise (ICs) und Mikrochips zu verwenden.
- Die MPU (Microprocessor Unit): Legenden der frühen 80er Jahre wie Williams und Bally verwendeten die 8-Bit-Prozessoren Motorola 6800 oder 6808. Diese „Gehirne“ ermöglichten komplexe Logik, wie das Speichern des Punktestands nach einem „Tilt“ oder das Übertragen von Boni zwischen den Bällen – etwas, das für mechanische Maschinen nahezu unmöglich war.
- Digitale Anzeigen: Die 70er Jahre beendeten die Ära der sich drehenden „Punktrollen“. Sie wurden durch Gasentladungsanzeigen (Nixie-Stil) oder Vakuum-Fluoreszenzanzeigen (VFD) ersetzt. Diese orange leuchtenden Ziffern waren eine Offenbarung, da sie keine beweglichen Teile hatten, die klemmen oder verschleißen konnten.
Die Sound-Revolution der 1980er Jahre
Anfang der 80er Jahre hielt „Sprache“ Einzug in die Spielhallen. Maschinen wie Williams’ Gorgar (1979) waren die ersten, die sprachen, wobei sie einen sehr begrenzten Wortschatz nutzten, der von speziellen Sound-Chips synthetisiert wurde.
- Dedizierte Sound-Boards: Mitte der 80er Jahre verfügten die Maschinen über separate Audio-Boards (wie den Yamaha YM2151 FM-Synthese-Chip), die komplette Musikstücke und High-Fidelity-Soundeffekte abspielen konnten – ein riesiger Sprung von den einfachen „Klimper-“ und „Pieptönen“ der 70er Jahre.
- Sprachsynthese: Diese Ära nutzte ADPCM (Adaptive Differential Pulse Code Modulation), um menschliche Stimmen auf die geringen Mengen an verfügbarem ROM (oft nur 32 KB bis 128 KB Speicher) zu komprimieren.