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Hintergrund

Radio Detection and Ranging Systems, allgemein als RADAR bezeichnet, sind Fernerkundungstechnologien, die Radiowellen nutzen, um Entfernung, Richtung und Geschwindigkeit eines Objekts zu ermitteln. RADAR wurde während des Zweiten Weltkriegs von der United States Navy entwickelt und wird weiterhin in verschiedenen Bereichen eingesetzt, darunter die Ortung von Flugzeugen, Schiffen, Raumfahrzeugen, Lenkwaffen, Kraftfahrzeugen, Wetterformationen und geologischem Gelände.

Frühe Geschichte

1886–1931

Im Jahr 1886 demonstrierte der deutsche Physiker Heinrich Hertz, dass Radiowellen von festen Objekten reflektiert werden konnten – ein erster wichtiger Schritt in Richtung Radartechnologie. 1895 entwickelte Alexander Popow, Ausbilder an der Schule der Kaiserlich Russischen Marine in Kronstadt, ein auf Kohärer-Basis arbeitendes Gerät zur Erkennung von Blitzen in der Ferne und ergänzte es 1896 um einen Funkenstreckensender. Bei Tests der Kommunikation zwischen Schiffen im Jahr 1897 beobachtete Popow einen Interferenzschwebungseffekt, der durch ein vorbeifahrendes Schiff verursacht wurde, und schlug vor, dies zur Ortung zu nutzen, verfolgte die Idee jedoch nicht weiter. 1904 schuf Christian Hülsmeyer das „Telemobiloskop“, das in der Lage war, Schiffe bei Nebel zu orten, und ließ es in Deutschland und Großbritannien patentieren. In den folgenden Jahrzehnten wurden schrittweise weitere Entdeckungen gemacht: Robert Watson-Watt verbesserte in den 1910er und 1920er Jahren die Sturmerkennung für Flieger; die US-Navy-Forscher A. Hoyt Taylor und Leo C. Young entdeckten 1922, dass vorbeifahrende Schiffe ein Fading von Funksignalen verursachten; und die britischen Ingenieure W.A.S. Butement und P.E. Pollard bauten 1931 ein gepulstes 50-cm-Radar-Versuchsmodell, dessen Arbeit im Inventions-Buch der „Royal Engineers“ vermerkt wurde.

1934–1940

Die Radarentwicklung beschleunigte sich in den 1930er Jahren. In Frankreich begann das Team um Maurice Ponte bei CSF 1934 mit der Arbeit an Hinderniserkennungsgeräten und installierte 1935 frühe Komponenten auf dem Ozeandampfer „Normandie“. In der Sowjetunion entwickelten P.K. Oschtschepkow und das Leningrader Elektrotechnische Institut das RAPID-System, das Flugzeuge auf 3 km Entfernung orten konnte und später zu den Radarsystemen RUS-1 und RUS-2 Redut führte. In den Vereinigten Staaten demonstrierte Robert M. Page vom Naval Research Laboratory im Dezember 1934 das erste Pulsradar, und die US-Army testete bald ein primitives Radar zur Oberflächenortung für die Führung von Suchscheinwerfern. Rudolf Kühnhold aus Deutschland und die Firma GEMA testeten 1935 ein Pulsradar, dicht gefolgt von Robert Watson-Watts erfolgreichem Daventry-Experiment in Großbritannien, das zu staatlicher Finanzierung und dem Aufbau des Chain-Home-Frühwarnnetzwerks führte. Bis 1936 waren die ersten operativen Stationen aktiv, und bis 1940 deckte das Chain-Home-System das gesamte Vereinigte Königreich ab, was der Royal Air Force (RAF) entscheidende Vorwarnzeiten verschaffte, die sich in der Luftschlacht um England als ausschlaggebend erwiesen.

Ab 1940

Radar, eine britische Erfindung, die durch die Tizard-Mission mit den Vereinigten Staaten geteilt wurde, trat ab 1940 in eine neue Ära rasanter kriegsbedingter Entwicklung ein. Das Hohlraummagnetron, eine Schlüsselkomponente, „ermöglichte die Erstellung kompakter und hochauflösender“ Radarsysteme. Spekulative Artikel über die Fähigkeiten von Radar begannen 1940 und 1941 in Magazinen wie „Popular Science“ und „Popular Mechanics“ zu erscheinen. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor reiste Robert Watson-Watt in die Vereinigten Staaten, um bei der Planung der Luftverteidigung zu helfen. Unterdessen leitete Alfred Lee Loomis die Gründung des MIT Radiation Laboratory, um Mikrowellenradar zu entwickeln. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Radartechnologie erheblich verfeinert, was zu verbesserter Auflösung, erhöhter Mobilität und spezialisierten Anwendungen führte, wie etwa der Abfangjagd bei Nacht, der Überwachung auf See und Navigationshilfen wie „Oboe“ für die Pathfinders der RAF. 1943 verbesserte Robert M. Page durch die Einführung der Monopuls-Technik die Radargenauigkeit weiter und festigte damit den Status des Radars als unverzichtbares Werkzeug für militärische Operationen sowie als Grundlage der elektronischen Ortungssysteme der Nachkriegszeit.

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Jacob Mehnert

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