Oft wird das Dateisystem als RAW erkannt, der USB-Stick lässt sich nicht formatieren oder ist gar nicht zugänglich... Was lässt sich tun, wenn das dein Problem ist?
Diese Anleitung zur Reparatur eines USB-Sticks ist darauf ausgelegt, alle Arten von Problemen mit USB-Laufwerken außer mechanischen Schäden zu behandeln. Der Hersteller des Laufwerks spielt dabei keine Rolle, egal ob Kingston, Silicon Power, Transcend, Data Traveler, A-Data usw. Alle notwendigen Schritte werden Schritt für Schritt erläutert.
USB-Stick-Parameter ermitteln (Hersteller, Controllermodell, Speichergröße)
Es mag sehr einfach erscheinen, die Parameter des USB-Sticks zu kennen, besonders wenn Hersteller und Speichergröße auf dem Gehäuse angegeben sind. Die Sache ist jedoch, dass USB-Laufwerke, selbst wenn sie zur selben Modellreihe gehören und vom selben Hersteller stammen, unterschiedliche Controller haben können. Daher ein einfacher Schluss: Um einen USB-Stick zu reparieren, musst du das Controllermodell genau kennen, damit du das richtige Reparatur-Dienstprogramm auswählen kannst.
Zur Bestimmung des Controllermodells gibt es spezielle digitale und buchstabierte Werte, die durch die Parameter VID und PID festgelegt sind.
VID – Vendor ID (Herstellerkennung);
PID – Product ID (Produktkennung, d. h. Kennung eines bestimmten Modells);
Diese unterscheiden sich je nach Controller!
Wenn du deinen USB-Stick nicht zerstören willst, verwende keine Dienstprogramme, die für eine andere als deine VID/PID ausgelegt sind. Sehr oft kann ein falsch gewähltes Dienstprogramm deinen USB-Stick „töten“.
Wie finde ich VID und PID?
Du kannst VID und PID mithilfe spezieller Dienstprogramme finden, aber es geht auch ohne sie. Gehe zuerst in den Geräte-Manager.
Im Geräte-Manager wird ein USB-Stick normalerweise als USB-Massenspeichergerät erkannt. Du musst also mit der rechten Maustaste auf das Gerät klicken und dessen Eigenschaften aufrufen.
Wähle im Reiter „Details“ den Parameter „Übergeordnet“ (Parent), um die VID/PID zu sehen. In unserem Fall lauten sie: VID: 0204, PID: 6025.
Das notwendige Dienstprogramm zur Reparatur des Laufwerks auswählen (Low-Level-Formatierung)
Da wir VID und PID kennen, müssen wir ein spezielles Dienstprogramm finden, das zur Wiederherstellung unseres USB-Sticks geeignet ist. Es ist besser, eine Suchmaschine wie Google oder Yandex zu verwenden (eine Beispielanfrage: Silicon Power VID 0204 PID 6025).
Vor dem Start solcher Dienstprogramme empfehlen wir, alle anderen USB-Sticks von den USB-Anschlüssen zu trennen (damit das Dienstprogramm nicht versehentlich ein anderes Laufwerk formatiert).
Nach der Behandlung mit solchen Dienstprogrammen (die für eine Low-Level-Formatierung ausgelegt sind) sollte ein problematischer USB-Stick wieder ordnungsgemäß funktionieren und von deinem PC schnell und korrekt erkannt werden.
Sicherlich ist diese Reparaturanleitung nicht die einfachste (man kann nicht alles mit einem oder zwei Klicks erledigen), aber sie lässt sich in vielen Fällen auf fast alle USB-Stick-Hersteller anwenden.
Doch bevor du mit der Low-Level-Formatierung beginnst, solltest du verstehen, dass dies das Löschen aller Benutzerinformationen ohne Wiederherstellungschance bedeutet. Das heißt, der Teil des Laufwerks, auf dem die Daten gespeichert sind, wird vollständig bereinigt. Eine Standard-Windows-Formatierung tut dies nicht, sondern führt nur eine Schnellformatierung durch, was im Grunde nur ein neues Kennzeichnen deines Laufwerks ist.
Wenn du also deinen USB-Stick verwendet hast, um wichtige Daten zu speichern, bevor die Probleme begannen, und du die Daten jetzt wiederherstellen musst, ist dies möglich, aber nur bevor du mit der Low-Level-Formatierung beginnst. Dieser Vorgang erfordert eine spezielle Software zur Datenrettung.
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