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Hintergrund und Identifizierung
SATA Kabel werden in Computern verwendet, um Daten an und von Festplatten, SSDs und optischen Laufwerken zu übertragen. Die meisten Motherboards von Desktop-Computern verfügen seit der Einführung der SATA-Spezifikation im Jahr 2003 über mindestens einen (meist mehr) SATA-Anschluss. Speichergeräte, die SATA unterstützen, besitzen ebenfalls SATA-Anschlüsse, und du kannst ein SATA Kabel verwenden, um beide zu verbinden. Viele Laptops unterstützen ebenfalls SATA und haben Festplatten/SSDs im Inneren, die den SATA-Anschluss für die Datenübertragung nutzen.
Daten vs. Strom
SATA Kabel gibt es in zwei Grundkategorien: Daten und Strom. Der Typ, der im obigen Abschnitt beschrieben wird, sind SATA-Datenkabel. Sie ermöglichen die Datenübertragung zu/von einem Speichergerät. Da die Datenkabel keinen Strom führen, benötigt das Speichergerät ein zweites Kabel in Form eines SATA-Stromkabels. In Desktop-Computern verbindest du das SATA-Stromkabel in der Regel direkt von deiner internen Stromversorgung mit dem SATA-Laufwerk. Siehe dieses Installationsvideo auf YouTube für ein Beispiel. Laptops haben normalerweise ein einzelnes Kabel, bei dem die SATA-Daten- und SATA-Stromanschlüsse nebeneinander liegen, sodass du beide Stecker einfach an die Anschlüsse eines Laufwerks anbringen kannst. Ein gutes Beispiel für dieses Kombikabel findest du in einer MacBook Pro Laufwerk-Reparaturanleitung.
Geschichte und Revisionen
SATA steht für „Serial ATA“. Es wurde entwickelt, um den älteren Speicherkommunikationsstandard namens „ATA“ oder „Parallel ATA“ (PATA) – der der Übersichtlichkeit halber nach der Einführung von SATA so benannt wurde – zu ersetzen. Während PATA-Kabel für Speicherverbindungen 40 oder 80 Adern verwenden, nutzt SATA nur sieben, erreicht aber dennoch deutlich schnellere Übertragungsraten. Die drastische Reduzierung der Kabelkomplexität sorgt dafür, dass SATA Kabel deutlich weniger kosten als ihre älteren PATA-Pendants.
Mit der ursprünglichen Spezifikation von 2003 konnte SATA bis zu 1,5 Gbit/s übertragen. Diese Geschwindigkeiten wurden 2004 und 2008 jeweils auf 3 Gbit/s bzw. 6 Gbit/s verdoppelt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die erste Revision als SATA I, die zweite als SATA II und die dritte als SATA III bezeichnet. Diese Revisionen findest du im Abschnitt „Technische Details“ weiter unten. Jede Revision ist abwärtskompatibel zur vorherigen, was bedeutet, dass du ein SATA III-Laufwerk mit einem SATA I-Computer verwenden kannst, obwohl die Geschwindigkeit auf den niedrigeren Standard der beiden begrenzt wird (in diesem Beispielszenario 1,5 Gbit/s).
Zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten von SATA
Das eSATA Kabel wurde 2004 als externe Version von SATA standardisiert. Es verwendet einen anderen Stecker, der dafür gedacht ist, an der Außenseite deines Desktop-Computers oder Laptops zu sitzen. Du kannst eSATA-auf-Standard-SATA-Kabel kaufen, mit denen du ein Laufwerk direkt an den eSATA-Anschluss deines Computers anschließen kannst. Dieser Anschluss ist bei modernen Computern nicht sehr verbreitet, aber du findest ihn möglicherweise noch bei einigen Geräten, die in den 2000er und 2010er Jahren hergestellt wurden.
Im Jahr 2009 entwickelte das SATA-Komitee den mini-SATA-Formfaktor (kurz mSATA). SSDs, die diesen Formfaktor nutzen, sind auf einer kleinen, dünnen Leiterplatte aufgebaut, die direkt in einen Steckplatz auf dem Motherboard eines Computers eingesteckt wird. Der Steckplatz ist exakt derselbe wie der PCIe-Mini-Card-Steckplatz, aber ein Computer muss mSATA-Laufwerke explizit unterstützen, da die beiden Formate nicht austauschbar sind. Ärgerlich!
mSATA wurde weitgehend durch den M.2-Formfaktor ersetzt. SSDs im M.2-Formfaktor sind ebenfalls auf dünnen Leiterplatten aufgebaut, aber der M.2-Anschluss, in den sie passen, unterscheidet sich vom mSATA-Anschluss. Während einige SSDs den schnelleren NVMe-Kommunikationsstandard nutzen, verwenden andere M.2-SSDs weiterhin SATA. Im Grunde ist M.2 der Name für den physischen Steckplatz, in den du die SSD einsteckst; NVMe und SATA sind die Kommunikationsmethoden, wobei NVMe deutlich schneller ist als SATA. Dies ist eine verwirrende Unterscheidung, die oft für Missverständnisse sorgt, aber jetzt kennst du den Unterschied.
Technische Details
Übertragungsgeschwindigkeit
- SATA I: 1,5 Gbit/s
- Tatsächliche Geschwindigkeit von 150 MB/s
- SATA II: 3 Gbit/s
- Tatsächliche Geschwindigkeit von 300 MB/s
- SATA III: 6 Gbit/s
- Tatsächliche Geschwindigkeit von 600 MB/s
- SATA Express: 16 Gbit/s
- Tatsächliche Maximalgeschwindigkeit von 1969 MB/s
- Kaum ein Laufwerk besitzt diesen Stecker, daher ist er etwas nutzlos