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Grundlagen

  • Systemanforderungen prüfen: Stelle sicher, dass dein System die minimalen Hardwareanforderungen für die Linux-Distribution erfüllt, die du installieren möchtest. Manche Distributionen haben strengere Anforderungen als andere, daher ist ein Blick in die Dokumentation entscheidend.
  • Installationsmedien überprüfen: Bestätige, dass die ISO-Datei korrekt heruntergeladen wurde, indem du die Prüfsumme überprüfst. Ein gutes Beispiel für die Verwendung dieses Befehls findest du in Schritt 2 der Anleitung zum Installieren von PostmarketOS mit einem vorgefertigten Image. Du kannst auch einen anderen USB-Anschluss oder einen anderen USB-Stick ausprobieren, um potenzielle Hardwaredefekte auszuschließen.
  • Internetverbindung prüfen: Abhängig von der Distribution, die du installieren möchtest, kann eine Internetverbindung für die Installation auf dem Zielcomputer erforderlich sein. Versuche, dein Zielgerät mit einem Drahtlosnetzwerk oder einer kabelgebundenen Ethernet-Verbindung zu verbinden.

System startet nicht vom Installationsmedium

Lösung: BIOS/UEFI-Einstellungen prüfen und anpassen

  • Sicherstellen, dass Secure Boot deaktiviert ist: Viele Linux-Distributionen unterstützen Secure Boot standardmäßig nicht. Wenn Secure Boot aktiviert ist, musst du es in deinen BIOS/UEFI-Einstellungen deaktivieren.
  • Legacy Boot aktivieren: Je nach Linux-Distribution musst du eventuell Legacy Boot aktivieren oder den Boot-Modus auf UEFI setzen.
  • Bootreihenfolge anpassen: Wenn du dein Betriebssystem über ein externes Speicherlaufwerk oder einen USB-Stick installierst, musst du möglicherweise die Bootreihenfolge so ändern, dass das USB-Laufwerk vor dem internen Speicher priorisiert wird.
  • RAID-Modus im BIOS: Wenn du auf einem modernen System mit RAID-Speicherkonfigurationen installierst, deaktiviere den RAID-Modus im BIOS und wechsle in den AHCI-Modus, um Installationsfehler zu vermeiden.

Wenn nichts anderes hilft, setze deine BIOS-Einstellungen auf die Standardwerte zurück, falls weiterhin Probleme auftreten.

Installationsprogramm scheitert bei der Partitionierung

Lösung: Partitionierungseinstellungen anpassen

Partitionierung ist der Prozess, bei dem ein physisches Speichergerät (wie eine Festplatte oder SSD) in separate Bereiche unterteilt wird oder das Koexistieren verschiedener Betriebssysteme auf demselben Laufwerk ermöglicht wird. Wenn dein Computer in diesem Fall die Partition für deine Linux-Distribution nicht erkennt

  • Nutze eine Live-Sitzung und führe GParted aus, um deine Partitionen manuell zu erstellen oder zu überprüfen. Die üblichen Partitionen für Linux sind wie folgt...
    • Root (/) – Das primäre Installationsverzeichnis von Linux.
    • Home (/home) – Speichert Benutzerdateien und andere persönliche Daten.
    • Swap – Ein dedizierter Bereich, der als virtueller Arbeitsspeicher dient.
    • Boot (/boot) – Speichert Bootloader-Dateien (GRUB).
    • EFI System Partition (ESP) – Erforderlich für UEFI-basierte Systeme.
  • Stelle sicher, dass das Installationslaufwerk korrekt formatiert ist. Das empfohlene Format für Linux-Root-Partitionen ist ext4.
  • Wenn du ein Dual-Boot-System mit Windows einrichtest, verwende die Windows-Datenträgerverwaltung, um Partitionen vor der Installation anzupassen, anstatt dies innerhalb des Linux-Installationsprogramms zu tun.

Installation abgeschlossen, aber System startet nicht

Lösung: GRUB neu installieren

Es ist möglich, dass dein Betriebssystem zwar installiert wurde, aber nicht startet. iFixit bietet eine umfassende Fehlerdiagnose für Linux-Systeme, die nicht starten. Für den Anfang solltest du GRUB neu installieren.

  1. Boote von einem Linux-Live-USB-Stick.
  2. Öffne das Terminalprogramm und verwende die folgenden Befehle, um das Laufwerk zu identifizieren, auf dem der GRUB deiner Distribution installiert ist. Das sind entweder lsblk oder sudo fdisk -l. Der Pfad lautet normalerweise /dev/sda oder /dev/sdb.
  3. Installiere GRUB in den Master Boot Record mit dem Befehl sudo grub-install /dev/sda, wobei du /dev/sda durch den passenden Pfad ersetzt. Falls dein System UEFI statt eines herkömmlichen BIOS verwendet, musst du GRUB auf der EFI-Partition installieren.
  4. Nachdem die Installation von GRUB abgeschlossen ist, musst du die GRUB-Konfigurationsdatei mit sudo update-grub oder sudo grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg generieren und dein System mit sudo reboot neu starten.

Theoretisch sollte GRUB nun ordnungsgemäß geladen werden und dir das Boot-Menü anzeigen.

Kernel Panic während der Installation

Lösung: Den Boot-Parameter „nomodeset“ verwenden und Hardware auf Schäden prüfen

Eine Kernel Panic ist ein kritischer Fehler im Linux-Kernel, der dazu führt, dass das System fehlerhaft arbeitet und sich nicht erholen kann. Dies geschieht normalerweise aufgrund von Hardwarefehlern, Treiberkonflikten oder beschädigten Systemdateien. Es gibt ein paar Dinge, die du über den Linux-Live-Start versuchen kannst.

  • Protokolle prüfen: Boote in eine Live-Sitzung und untersuche die Protokolle mit journalctl -xb oder dmesg.
  • Sichere Boot-Optionen nutzen: Versuche, mit dem Parameter nomodeset oder single zu starten, um problematische Treiber zu umgehen.
  • Hardware testen: Verwende memtest86, um RAM-Probleme zu prüfen, und smartctl, um den Zustand der Festplatte zu diagnostizieren.
  • Kernel-Änderungen rückgängig machen: Wenn ein kürzliches Update das Problem verursacht hat, boote im GRUB-Menü einen älteren Kernel.
  • Linux neu installieren: Wenn alles andere fehlschlägt, sichere deine Daten und führe eine Neuinstallation durch.

Jacob Mehnert

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