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Grundlagen

Bevor du eine der zeitaufwendigeren Lösungen unten ausprobierst, sind hier einige grundlegende Schritte für den Anfang:

  • Stromversorgung prüfen: Stelle sicher, dass dein Gerät eingeschaltet ist und die notwendigen Kabel korrekt funktionieren. Schließe ein anderes Gerät an, versuche ein anderes Kabel, wechsle zu einem anderen Ladeanschluss, falls vorhanden, und probiere eine andere Steckdose aus, um dies zu überprüfen. Wir haben außerdem verschiedene Artikel zur Fehlerdiagnose für HP-Laptops, Dell-Laptops, Acer-Laptops, Asus-Laptops und Razer-Laptops.
  • Gerät neu starten: Das ist aus gutem Grund das Einmaleins der Fehlerdiagnose. Vorübergehende Probleme während des Startvorgangs können verhindern, dass dein Betriebssystem ordnungsgemäß geladen wird.
  • Bootreihenfolge prüfen: Wenn du kürzlich Linux auf deinem Rechner installiert hast, solltest du im BIOS überprüfen, ob Linux als erstes Startmedium eingestellt ist. Der Zugriff auf die BIOS/UEFI-Einstellungen unterscheidet sich je nach Gerät, aber normalerweise kannst du dies durch Drücken der entsprechenden Taste (z. B. F2, F12 oder Entf) während des Startvorgangs tun.
  • Schnellstart deaktivieren: Der Schnellstart beschleunigt den Bootvorgang durch Überspringen oder Minimieren der Hardware-Initialisierungsprüfungen. Die meisten Linux-Distributionen verlassen sich darauf, dass die Firmware/das BIOS alle angeschlossenen Geräte ordnungsgemäß initialisiert, bevor die Kontrolle an das Betriebssystem übergeben wird. Ohne diese Initialisierung kann der Bootvorgang fehlschlagen, da wichtige Hardware nicht bereit ist.
  • Fenstermanager-Start sicherstellen: Wenn deine grafische Benutzeroberfläche nicht gestartet wurde oder versehentlich beendet wurde, erhältst du möglicherweise einen schwarzen Bildschirm. Versuche, den Befehl startx auszuführen, um einen Xserver zu starten, und stelle sicher, dass der Befehl in der ~/.xinitrc oder einem anderen geeigneten Dateiverzeichnis ausgeführt wird.
  • Externe Geräte trennen: Entferne unnötige Peripheriegeräte (z. B. USB-Laufwerke, externe Festplatten), um Hardwarekonflikte auszuschließen.

Leere CMOS-Batterie

Lösung: CMOS-Batterie testen und austauschen

CMOS (Complementary Metal-Oxide-Semiconductor) ist eine Halbleiter-Technologie, die in Computerhardware verwendet wird, um wichtige Systeminformationen wie BIOS- oder UEFI-Daten sowie die Bootreihenfolge zu speichern. Dafür ist eine kleine Batterie erforderlich. Normalerweise halten diese Batterien etwa 3 bis 5 Jahre. Wenn die Batterie vorzeitig leer ist, kann dies deine BIOS-Einstellungen stören und verhindern, dass deine Linux-Distribution ordnungsgemäß startet.

Beschädigter oder fehlender Boot-Manager

Lösung: Boot-Manager neu installieren oder reparieren

Wie der Name schon sagt, verwaltet der Boot-Manager den Startvorgang deines Betriebssystems. Ein beschädigter oder fehlender Boot-Manager kann das Starten des Systems verhindern. Die meisten modernen Linux-Distributionen verwenden den GRUB-Bootloader. Die Anweisungen lauten wie folgt…

  1. Starte von einem Linux-Live-USB-Stick.
  2. Öffne das Terminalprogramm und verwende die folgenden Befehle, um das Laufwerk zu identifizieren, auf dem GRUB deiner Distribution installiert ist. Dies sind entweder lsblk oder sudo fdisk -l. Der Pfad ist normalerweise als /dev/sda oder /dev/sdb gekennzeichnet.
  3. Installiere GRUB in den Master Boot Record mit dem Befehl sudo grub-install /dev/sda und ersetze dabei /dev/sda durch den entsprechenden Pfad. Wenn dein System UEFI anstelle eines herkömmlichen BIOS verwendet, musst du GRUB auf der EFI-Partition installieren.
  4. Nachdem die GRUB-Installation abgeschlossen ist, musst du die GRUB-Konfigurationsdatei generieren, entweder mit sudo update-grub oder sudo grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg, und dein System mit sudo reboot neu starten.

GRUB sollte nun ordnungsgemäß laden und dir das Boot-Menü anzeigen.

Beschädigte oder inkompatible Treiber

Lösung: Treiber deines Rechners aktualisieren

Wenn dein Gerät überhaupt nicht reagiert, musst du die Treiber wahrscheinlich manuell installieren oder ein Hardwareteil ist mit deiner Linux-Distribution inkompatibel.

  • Wenn du einen Linux-Live-USB-Stick verwendest, solltest du in /var/log/syslog oder dmesg nachsehen. Das Syslog-Verzeichnis sollte wichtige Informationen bezüglich der Treiber und Hardware deines Geräts enthalten. Grafikfehler werden in ~/.Xsession-errors oder /var/log/Xorg.0.log aufgeführt.
  • Der Hersteller des Teils hat möglicherweise aktuellere Treiber als Acer. Dies ist besonders für die Grafikverarbeitung relevant. Überprüfe die Seiten von AMD, Intel oder NVidia direkt.

Vermeide Programme, die als Treiber-Updater beworben werden, wenn sie nicht direkt von einem Elektronikhersteller (z. B. Intel, AMD, Realtek) stammen. Diese können im besten Fall falsche Treiber oder im schlimmsten Fall Malware installieren.

  • Wenn das Aktualisieren das Problem nicht löst und du glaubst zu wissen, welches Gerät das Problem verursacht, versuche den Treiber zu deinstallieren und neu zu installieren. Dies ist spezifisch für deine Linux-Distribution.

Defektes Speicherlaufwerk

Lösung: Überprüfen, ob das Speicherlaufwerk defekt ist

Wenn weiterhin Probleme auftreten und du keine neue Installation deines Betriebssystems laden kannst oder wenn du einen Fehler wie „No Bootable Device“ oder „Operating System Not Found“ auf dem BIOS-Bildschirm erhältst, liegt das Problem wahrscheinlich an deinem Speicherlaufwerk.

  • Wenn dein Speicherlaufwerk SMART-fähig ist, kannst du es mit der Programmsammlung smartmontools testen.
  • Starte von einem Linux-Live-USB-Stick.
  • Öffne das Terminalprogramm und verwende den Befehl sudo apt-get install smartmontools, um smartmontools zu installieren, und sudo smartctl -I /dev/sda, um zu testen, ob dein Laufwerk SMART-fähig ist. /dev/sda ist der Pfad zu deiner Festplatte.
  • Wenn dein Laufwerk SMART-fähig ist, aber nicht aktiviert, kannst du es mit sudo smartctl -s on /dev/sda aktivieren.
  • Um den Test auszuführen, verwende sudo smartctl -H /dev/sda.
  • Während du dich in der Live-USB-Sitzung befindest, solltest du mit dem Befehl df -h überprüfen, ob deine Root-Partition nicht voll ist. Wenn sie voll ist, musst du Speicherplatz freigeben.
  • Wenn das Laufwerk deines Geräts als defekt getestet wurde oder du eine herkömmliche Festplatte (HDD) hast, ziehe einen Austausch gegen ein Solid State Drive (SSD) in Betracht, um einen Leistungsschub zu erhalten. SSDs sind energieeffizienter und deutlich schneller.

Defekter oder unzureichender Arbeitsspeicher (RAM)

Lösung: RAM testen und bei Bedarf austauschen

Random Access Memory, allgemein als Arbeitsspeicher (RAM) bekannt, ist ein wahrscheinlicher Hardware-Verursacher für Probleme beim Starten deines Betriebssystems.

  • Setze deine RAM-Module neu ein. Zahlreiche winzige Kontakte könnten leicht falsch ausgerichtet sein. Das Entfernen und Wiedereinsetzen könnte ausreichen, um das Problem zu beheben.
  • Teste deinen Arbeitsspeicher durch Ausführen einer Diagnose.
    • IT-Profis verwenden seit Langem memtest86, um RAM zu testen. Es ist ein kostenloses Werkzeug und die Dokumentation dazu ist exzellent! Die Verwendung erfordert jedoch etwas mehr Wissen.
  • RAM-Tests sind bekanntermaßen langwierig und kleinere Fehler sind für Tests schwer zu finden. Vertraue auf Diagnosefehler, aber nicht auf bestandene Tests. Möglicherweise sind mehrere Diagnosedurchläufe erforderlich, um ein Problem zu finden.
  • Ersetze den Arbeitsspeicher, wenn die Diagnose fehlschlägt – entweder durch Vergrößern der Gesamtkapazität oder durch Beibehalten der genauen Menge und Geschwindigkeit.

Letzter Ausweg

Falls du Daten von deinem Gerät wiederherstellen musst, kannst du dies mit einem startfähigen Linux-Live-USB-Stick oder einer CD tun. Von dort aus kannst du auf deine Festplatte zugreifen, um nach Problemen zu suchen oder bei Bedarf Daten wiederherzustellen. Sobald deine Daten vollständig abgerufen wurden, kannst du dein Betriebssystem neu installieren.

Jacob Mehnert

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