Grundlagen
Diese ersten Schritte wirken vielleicht banal, doch im Frust vergisst man leicht die Grundlagen der Fehlerdiagnose. Bevor du größere Reparaturen an deinem Gerät vornimmst, prüfe bitte Folgendes:
- Starte deinen Computer neu. Das ist aus gutem Grund das Einmaleins der Fehlerdiagnose. Ein korrekter Neustart des Laptops (statt eines Absturzes oder erzwungenen Herunterfahrens) schließt anstehende Reparaturen ab und startet alle Systemdienste neu. Nutze dazu die Neustart-Option im Startmenü.
- Überprüfe den Energiemodus deines Laptops, indem du auf das Akkusymbol in der Taskleiste klickst. Schiebe den Regler auf „Bessere Akkueffizienz“. Dies kann die Leistung deines Laptops spürbar beeinflussen, aber es lohnt sich vielleicht, um ein paar zusätzliche Minuten Akkulaufzeit herauszuholen.
- Bildschirmhelligkeit anpassen: Verringere die Bildschirmhelligkeit, um den Akku zu schonen.
- Suche nach Peripheriegeräten, die den Akku leeren, und entferne sie: Trenne alle externen Geräte, die Strom von deinem Laptop beziehen.
- Führe ein erzwungenes Herunterfahren durch. Das kommt bei den meisten Modellen dem Abklemmen des Akkus am nächsten, ohne dass du einen Schraubendreher benötigst. Fahre deinen Laptop herunter. Halte, sobald er aus ist, den Power-Button für 15–30 Sekunden gedrückt. Warte einen Moment und versuche dann, ihn wieder einzuschalten.
Hohe Arbeitslast
Die beworbene Akkulaufzeit und die tatsächliche Laufzeit weichen oft stark voneinander ab. Das Datenblatt deines neuen Asus Laptops wirbt vielleicht mit 7 bis 8 Stunden – bei normaler Nutzung wirst du das wahrscheinlich nicht sehen. Diese Zahlen werden in präzise kontrollierten und idealisierten Szenarien ermittelt. Sie wollen dir einen Computer verkaufen und möchten, dass du die Werte unter Best-Case-Bedingungen siehst.
Energieverbrauch des Laptops minimieren
- Prüfe, was deinen Akku beansprucht. Gehe zu Einstellungen > System > Akku. Hier siehst du genau, welche Apps den meisten Strom verbrauchen. Schränke die Nutzung dieser Programme ein oder akzeptiere ihren Einfluss auf die Akkulaufzeit.
- Du kannst den Zeitraum bis zur Bildschirmsperre verkürzen oder den Bildschirm sperren, wenn du fertig bist. Diese Einstellungen findest du unter System > Netzbetrieb und Standbymodus.
- Schließe unnötige Anwendungen und beende alle Hintergrundprozesse. Sogar das Schließen einiger überflüssiger Tabs im Browser kann helfen. So beendest du Hintergrundprozesse:
- Öffne den Task-Manager mit einem Rechtsklick auf das Windows-Startmenü. Du erhältst mehr Informationen, wenn du auf Mehr Details klickst.
- Wähle die zu schließenden Programme aus und klicke unten rechts auf Task beenden.
- Wenn du mehr Zeit benötigst, klicke auf das Akkusymbol in der Taskleiste und schiebe den Regler auf die gewünschte Stufe. Bedenke, dass die Einstellungen für maximale Energieeinsparung die Leistung einiger Aspekte deines Laptops einschränken.
Akku muss kalibriert werden
Manchmal verliert das Batteriemanagementsystem den Bezug zur Realität und zeigt einen leeren Akku an, obwohl noch reichlich Ladung vorhanden ist. Um den Akku zu kalibrieren auf deinem Asus Laptop:
- Lade ihn auf 100 % und lass ihn mindestens zwei Stunden weiterladen.
- Ziehe den Netzstecker und benutze den Laptop ganz normal, um den Akku zu entladen.
- Speichere deine Arbeit, wenn die Warnung bei niedrigem Akkustand erscheint.
- Lass den Laptop eingeschaltet, bis er sich wegen des niedrigen Akkustands von selbst in den Ruhezustand versetzt.
- Warte mindestens fünf Stunden und lade den Laptop dann ohne Unterbrechung wieder auf 100 % auf.
Malware
Es sind nicht nur die Programme, die du absichtlich ausführst, die Systemressourcen beanspruchen. Auch jede bösartige Software, die du dir beim Surfen eingefangen hast, tut dies. Diese Nutzung kann mitunter beachtlich sein, sodass dein Computer spürbar Akku verbraucht, selbst wenn du scheinbar nichts tust.
- Öffne den Task-Manager, um die Systemauslastung zu prüfen. Du erreichst ihn über einen Rechtsklick auf das Windows-Startmenü oder durch Drücken von Strg + Umschalt + Esc auf deiner Tastatur.
- Überprüfe die Prozesse, um zu sehen, ob etwas davon eine große Menge an Systemressourcen verbraucht. Etwas logisches Denken und Internetrecherche sind nötig, um zu bestimmen, was was ist.
- Lade ein kostenloses, seriöses Anti-Malware-Programm herunter oder nutze die Software, die in dein Windows-Betriebssystem integriert ist. Diese Tools können deinen Rechner nach Malware durchsuchen und dich auf Programme oder Dateien hinweisen, die ohne dein Wissen eingedrungen sind.
- Sei dir bewusst, dass einige vermeintliche Anti-Malware-Programme selbst Malware sind. Die Nutzung zusätzlicher Systemressourcen entlädt deinen Akku noch weiter. Recherchiere gute kostenlose Optionen oder verwende das auf deinem System vorinstallierte Programm (suche nach Windows Defender, falls du Windows 8 oder neuer nutzt).
Befolge künftig die bewährten Methoden für Internetsicherheit. Das verhindert, dass du in Zukunft weitere Malware ansammelst:
- Nutze Ad-Blocker wie uBlock Origin, um das Laden von Werbung in deinem Browser zu verhindern.
- Erlaube Drittanbieter-Websites nicht, Software auf deinen Computer herunterzuladen.
- Vermeide das Raubkopieren von Spielen oder anderer Software. Entschuldigung, Internet-BlackBeards, das sind riesige Infektionsvektoren.
- Vermeide betrügerische E-Mails und sei bei allen E-Mail-Anhängen äußerst misstrauisch.
- Halte deine Software auf dem neuesten Stand.
- Lerne, .exe-Dateien zu erkennen, und öffne NIEMALS unbekannte .exe-Dateien. Wenn du diesen Dateityp auf deinem Computer findest und nicht zuordnen kannst, solltest du ihn sofort löschen.
Bloatware
Sogar Programme, von denen du weißt, dass sie installiert sind, verbrauchen unter Umständen mehr Akku, als dir bewusst ist. Wie viele Anwendungen auf deinem Computer werden nie genutzt? Oder wurden sie bei der Auslieferung mitinstalliert und du hast sie nie entfernt? Es ist Zeit für einen Frühjahrsputz.
- Öffne den Task-Manager (drücke Strg + Umschalt + Esc). Nutze den Reiter „Autostart“, um unnötige Startprogramme zu deaktivieren. Wenn du unsicher bist, ob ein Programm notwendig ist, führe einen Rechtsklick auf den Prozess aus und wähle Online suchen, um weitere Details zu erhalten.
- Öffne dein Startmenü und scrolle durch die Liste der Anwendungen. Entferne alles, was du nicht benutzt. Führe einen Rechtsklick aus und wähle „Deinstallieren“, um das entsprechende Menü anzuzeigen (oder um die App zu entfernen, falls sie aus dem Microsoft Store installiert wurde).
- Viele Nutzer neigen dazu, Asus-Software beizubehalten, doch sie ist oft unnötig. Display- oder Audio-Optimierungstools werden meist nicht gebraucht, aber Support-Software kann manchmal hilfreich sein.
Akkuverschleiß oder Defekt
Akkus sind Verbrauchsmaterial. Wenn du deinen Laptop schon viele Jahre benutzt – oder einfach etwas Pech hast – könnte dein Akku verbraucht sein.
- Setze den Akku (oder den Akkustecker) neu ein – bei manchen Asus Laptop-Modellen ist das einfacher als bei anderen.
- Prüfe auf sichtbare Anzeichen von Alterung, Aufblähen oder Auslaufen. Ein aufgeblähter Akku kann sich durch Schwierigkeiten bei der Bedienung des Trackpads oder der Tastatur bemerkbar machen. Während sich der Akku ausdehnt, übt er Druck nach oben auf die Unterseite dieser Komponenten aus.
- Wenn dein Laptop viel mitmachen musste, du deine Geräte extremen Klimabedingungen ausgesetzt hast oder du einfach ein Power-User bist, der Akkus schnell verbraucht, ist ein Ersatzakku womöglich die beste Wahl.
Falls du keine Reparaturanleitung für dein spezielles Asus-Modell finden kannst, keine Sorge: Bei den meisten Modellen reicht es aus, das Laptop zu öffnen, den Stecker des Akkus abzuziehen und die Schrauben zu lösen, die den Akku halten.
Besonderer Dank geht an diese Übersetzer:innen:
100%
Translation Bot hilft uns, die Welt in Ordnung zu bringen! Wie kann ich mithelfen?
Hier starten ›
0 Kommentare