Einleitung
Während Uhren auf Fruchtbasis für Schlagzeilen sorgten, sind Uhren auf Gesteinsbasis nun bereits in der dritten Generation. Wir haben unsere erste Pebble vor über zwei Jahren zerlegt – so lange her, dass wir nicht einmal wussten, wie wir sie bewerten sollten. Wie schlägt sich also die neueste Pebble im Vergleich zur Masse an Wearables, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden? Öffnen wir die Pebble Time und finden es heraus.
Offenlegung: Pebble stellte uns ein frühes Kickstarter-Unterstützer-Gerät zur Verfügung und ließ uns während unseres Teardowns die Expertise ihrer Ingenieure nutzen. Halte bei unserer Analyse Ausschau nach ein paar Insider-Informationen.
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Was du brauchst
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Die offiziellen technischen Daten verraten nicht viel, aber das ist in Ordnung, denn wir haben noch genug Tageslicht, um diesen Teardown abzuschließen. Hier ist, was wir wissen:
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Stromsparendes, 1,25-Zoll-E-Paper-Display mit 64 Farben und LED-Hintergrundbeleuchtung
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6-Achsen-Inertialsensor, Kompass, Umgebungslichtsensor, Mikrofon
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Bluetooth 4.0
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Lithium-Ionen-Polymer-Akku mit einer Akkulaufzeit von bis zu 7 Tagen zwischen den Ladevorgängen
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Welche technologischen Finessen sorgen abgesehen vom E-Paper-Display für eine Akkulaufzeit von 7 Tagen bei einer modernen Smartwatch? Das finden wir jetzt heraus.
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Die Pebble Time verfügt über ein Farb-E-Paper-Display.
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Die Rückseite der Smartwatch ist mit verschiedenen Markierungen sowie dem Anschluss für die Ladestation versehen.
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Dies feels like the first time ist das erste Mal, dass wir eine Smartwatch sehen, die mit einer Wasserbeständigkeit von 30 Metern aufwartet. Eine höhere Wasserbeständigkeit geht oft zu Lasten der Reparierbarkeit. Wir hoffen, dass Pebble sich die Zeit genommen hat, die Reparierbarkeit in die Gleichung mit einzubeziehen.
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Die Time enthält ein proprietäres USB-Ladekabel mit magnetischen Steckern (silberne Kontaktpunkte), die mit Ladekontaktpunkten (Goldkontakte) verbunden sind.
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Wir vergleichen gerne Äpfel mit Orangen, also sehen wir uns zunächst an, wie sich die Time im Vergleich zu einer anderen Smartwatch, die wir hier herumliegen haben, schlägt. Diese 38-mm-Apple Watch Edition muss dafür ausreichen.
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Der minimalistische 144 x 168-Pixel-E-Paper-Bildschirm der Pebble mit 64 Farben und Gorilla-Glas-Abdeckung bleibt die ganze Zeit eingeschaltet – ohne den Akku zu belasten.
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Auf der anderen Seite ist das berührungsempfindliche, saphirglasbedeckte 272 x 340-Pixel-Display der Apple Watch zwar schön anzusehen, aber auch stromhungrig – deshalb bleibt es die meiste Zeit ausgeschaltet, um Energie zu sparen.
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Ein weiterer sofort auffälliger Unterschied ist das Gewicht. Mit 42,5 Gramm wiegt die Time deutlich weniger als die Hälfte der 93 Gramm schweren Apple Watch Edition.
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Unser Handmodel stellt zudem fest, dass sich das Armband der Pebble etwas weicher und komfortabler anfühlt. Welches ist langlebiger? Das wird nur die Zeit zeigen.
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Im Gegensatz zu den aktuellen Smartwatches auf dem Markt verfügt die Pebble Time über kein kapazitives Touch-Display. Stattdessen setzt sie auf altbewährte Tasten (nach oben, nach unten und Auswahl).
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Das Austauschen der Armbänder ist ein Kinderspiel; löse einfach die Metallstifte aus den Halterungen und tausche sie aus. Herauslösen und austauschen.
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An alle Individualisierer: Die Pebble Time ist mit einer Vielzahl branchenüblicher 22-mm-Uhrenarmbänder kompatibel. Tob dich aus.
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Nachdem beide Armbänder entfernt sind, fahren wir mit dem Entfernen des Displays mithilfe unseres iOpener fort.
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Nachdem wir den vorderen Rand leicht erwärmt haben, verwenden wir ein Plektrum, um den Umfang der Pebble Time aufzuhebeln.
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Öffne, äh, Sarsaparilla? Äh, öffne Saskatchewan? Öffne, Septuagenarier? Äh, öffne, Sattelseife? Sesam, öffne dich! Und damit löst sich der vordere Rand (einschließlich des Glases) überraschend von der Pebble Time.
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Time after time haben wir Displays gesehen, die mit dem Frontglas eines Geräts verklebt sind – ein Prozess, der für dünne Displays sorgt, die nahezu unmöglich zu reparieren sind. Gute Nachrichten für alle! Das Farb-E-Paper-Display ist NICHT mit dem Frontglas verklebt.
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Wir verwenden einen Spudger, um das Display aus seinem Gehäuse zu heben, und fühlen uns kurz an das Kabelgewirr erinnert, das wir in einem kürzlichen Teardown bewältigen mussten.
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Hier ist keine Zeit für Origami. Wir freuen uns zu sehen, dass das Displaykabel nur einmal in der Mitte gefaltet ist. Wir hebeln schnell den Displaystecker vom Motherboard ab und gehen weiter zum Akkustecker. Moment, wo ist der Akkustecker?
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Wir werfen einen genaueren Blick auf die elektronische Anzeige, die für sich genommen die Designentscheidungen und Kompromisse der Pebble Time hervorragend zusammenfasst.
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Mit ihrem vergleichsweise begrenzten Farbspektrum (64 Farben) und ihrer Helligkeit „sticht“ diese Anzeige nicht so hervor wie manche andere Smartwatch-Bildschirme – sie hat jedoch den klaren Vorteil, dass sie immer eingeschaltet ist und bei direktem Sonnenlicht voll sichtbar bleibt.
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Um das Motherboard auszubauen, müssen wir ein paar Stecker lösen und vier Kreuzschlitzschrauben (PH00) entfernen.
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Ein kurzer Handgriff mit dem Spudger löst das U-förmige Motherboard mühelos.
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Wir haben uns Stück für Stück durch diese Pebble gearbeitet – schauen wir uns jetzt das Motherboard an. Auf der Vorderseite befinden sich folgende ICs:
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ST Micro STM32F439ZG 180 MHz ARM Cortex-M4-basierter MCU
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Spansion S29VS128R 128 Mb, 65 nm MirrorBit Flash
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Texas Instruments CC2564B Bluetooth- und Dual-Mode-Controller
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Umgebungslichtsensor
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Weitere ICs auf der Rückseite:
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Lattice LP1K Field Programmable Gate Array
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+14690B EWXS 9.504 AB Power-Management-IC; wahrscheinlich Maxim Integrated MAX14690EWX
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Linear Tech LT3009 Linearregler (Pebble sagt uns, dass der LT3009 zur Stromversorgung der kommenden Smartstraps enthalten ist)
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Bosch Sensortec BMI160 (6-Achsen-IMU mit Beschleunigungssensor und Gyroskop)
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Freescale Xtrinsic MAG3110 digitales 3D-Magnetometer
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Texas Instruments DRV2603 Motortreiber
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Der blaue Pfeil zeigt auf den Datenein-/-ausgang-Kontaktstift für Smartstraps; darüber ist in Rot der Strom-Ein-/-ausgang-Kontaktstift und darunter der Masse-Kontaktstift für Smartstrap/Ladevorgang. Der rote Pfeil zeigt auf den positiven (+) Batteriestecker und daneben in Schwarz ist der negative (-) Stecker.
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Es wird Zeit, dass wir einen klaren Blick auf den Akku werfen.
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Dieser 150 mAh, 0,57 Wh, 3,8 V starke Akku hat etwas weniger Power als selbst der recht kleine 205 mAh, 0,78 Wh Akku, den wir in der Apple Watch gefunden haben.
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Das ist auch etwa die Hälfte der Energie anderer aktueller Smartwatches, wie der Moto 360 und der Samsung Gear Live – aber Pebble behauptet, dass die Time dank ihres E-Paper-Displays mit einer Ladung bis zu sieben Tage durchhält.
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Als Nächstes wird die Mikrofon- und Vibrationsmotor-Einheit aus der Time herausgehoben.
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Dies ist ein Knowles-Mikrofon, das durch eine Membran hinter der Mikrofonöffnung wasserdicht gemacht wurde.
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Wir sind ganz aus dem Häuschen, als wir den exzentrischen Unwucht-Vibrationsmotor entdecken, der mit der Kabelbaugruppe verlötet ist, was den Austausch ein wenig erschwert.
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In diesem Schritt verwendetes Werkzeug:Tweezers$4.99
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Uns gehen langsam die Teile aus, die wir aus dem Gehäuse dieser Pebble ziehen können. Diese Qualitätskontrollmarkierungen sind mit unserer Pinzette nur schwer zu greifen.
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Uns gelingt es, den kleinen C-Clip zu greifen, der die Zurück-Taste sichert, welche sich bereitwillig zur Untersuchung lösen lässt.
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Reparierbarkeits-Punktzahlen der Pebble Time: 9 von 10
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Das Uhrenarmband ist ein branchenübliches 22-mm-Armband mit Schnellverschluss, was bedeutet, dass Ersatzarmbänder einfach zu beschaffen und anzubringen sind.
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Die Pebble Time verwendet im Inneren standardmäßige Kreuzschlitzschrauben #00, und sobald das Gerät geöffnet ist, sind die Komponenten ziemlich modular aufgebaut und sehr einfach zu entfernen.
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Das Frontglas und das E-Paper-Display sind nicht miteinander verklebt – die beiden Komponenten können unabhängig voneinander ausgetauscht werden, was die Reparaturkosten senkt.
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Obwohl der Akku unter dem Motherboard verstaut ist, ist er modular aufgebaut und lässt sich herausnehmen.
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Das Entfernen des Frontglases erfordert Hitze und neuen Displaykleber.
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24 Kommentare zur Anleitung
so there is no additional RAM on the PCB? just the 256k of the MCU?
that is on one hand a bummer and on the other hand a great thing
the FPGA is possibly used for motion detection stuff and the display to keep the MCU asleep while processing the data for said devices.
I would rather say that the M4 is for processing the Motion and handling data etc. and the FPGA is for driving the E-Ink Display. Personally, I dont see there any need for more RAM, as there isnt that much happening. Its rather just a Microcontroller on the board, like the Arduino, but more powerfull.
Thanks for the tear down iFixit dudes!
I feel like Pebble is the master at smartwatch development. This is a perfect culmination of part selection, design and execution. The battery life (even if it is normally only 60% of the maximum 7 days Pebble states) is fantastic and much easier for me to swallow than the "other" guys stating I'd need to charge my watch every single day.
Good job Pebble, you are doing it right.