[summary]Wenn sich der Akku deines Dell Latitude schnell entlädt, hilft dir diese Seite dabei, die Ursachen zu identifizieren und Maßnahmen zur Behebung zu ergreifen.[\/summary]
Grundlagen
Diese ersten Schritte mögen banal erscheinen, doch in frustrierenden Momenten vergisst man leicht die Grundlagen der Fehlerdiagnose. Bevor du mit umfangreichen Reparaturen an deinem Gerät beginnst, überprüfe bitte Folgendes:
- Starte deinen Computer neu. Es gibt einen guten Grund, warum das der erste Schritt der Fehlerdiagnose ist. Ein korrekter Neustart des Laptops (statt eines Absturzes oder harten Ausschaltens) schließt alle ausstehenden Reparaturen ab und startet alle Systemdienste neu. Nutze dazu die Neustart-Option im Startmenü.
- Überprüfe den Energiemodus deines Laptops, indem du auf das Akkusymbol in der Taskleiste klickst. Stelle den Schieberegler auf „Bessere Akkueffizienz“. Das kann die Leistung deines Laptops spürbar beeinflussen, aber es könnte sich lohnen, um ein paar zusätzliche Minuten Laufzeit herauszuholen.
- Bildschirmhelligkeit anpassen: Verringere die Bildschirmhelligkeit, um Akkulaufzeit zu sparen.
- Peripheriegeräte prüfen und entfernen: Trenne alle externen Geräte, die Strom von deinem Laptop beziehen.
- Führe ein hartes Ausschalten durch. Das kommt bei den meisten Modellen dem Herausnehmen des Akkus am nächsten, ohne einen Schraubendreher benutzen zu müssen. Schalte den Laptop aus. Sobald er aus ist, halte den Power-Button für 15–30 Sekunden gedrückt. Warte einen Moment und versuche dann, ihn wieder einzuschalten.
- Führe eine Akkudiagnose durch. Dell integriert diese Funktion in die SupportAssist Software. Alternativ kannst du einen Energiebericht deines Akkus erstellen. Damit kannst du ihn frühzeitig als Ursache ausschließen. Oder, falls Probleme gemeldet werden, überspringe alle Software-Korrekturen und gehe direkt zu Akkuverschleiß oder -ausfall.
Hohe Arbeitslast
Die beworbene Akkulaufzeit und die tatsächliche Laufzeit in der Praxis weichen oft stark voneinander ab. Das Datenblatt deines neuen Dell XPS verspricht vielleicht „bis zu“ 12 Stunden – bei normaler Nutzung wirst du das wahrscheinlich nicht erreichen. Diese Werte werden unter präzise kontrollierten und idealisierten Bedingungen ermittelt. Hersteller möchten dir einen Computer verkaufen und zeigen dir deshalb Best-Case-Szenarien.
Energieverbrauch des Laptops minimieren
- Überprüfe, was deinen Akku beansprucht. Navigiere zu Einstellungen > System > Akku. Dort erhältst du eine Aufschlüsselung, was am meisten Strom verbraucht. Begrenze die Nutzung von Apps, die viel Energie verbrauchen, oder finde dich mit deren Auswirkungen auf die Akkulaufzeit ab.
- Verringere die Zeit bis zum automatischen Bildschirm-Sperren oder achte darauf, den Bildschirm zu sperren, wenn du fertig bist. Diese Einstellungen findest du unter System > Strom & Akku.
- Schließe unnötige Anwendungen und beende Hintergrundprozesse. Sogar das Schließen einiger überflüssiger Tabs in deinem Browser kann helfen. So beendest du Hintergrundprozesse:
- Task-Manager öffnen durch Rechtsklick auf das Windows-Startmenü. Du erhältst mehr Informationen, wenn du auf Mehr Details klickst.
- Wähle die zu schließenden Programme aus und klicke rechts unten auf Task beenden.
- Wenn du etwas Zeit gewinnen musst, klicke auf das Akkusymbol in der Taskleiste und stelle den Schieberegler auf die gewünschte Stufe. Bedenke, dass Einstellungen zur „besten Energieeffizienz“ die Leistung einiger Aspekte deines Laptops einschränken.
Zu viele Zubehörteile
Lädst du Geräte über deinen Laptop auf? Betreibst du Geräte wie eine externe Webcam, Tastatur, Lautsprecher usw.?
- Versuche, den Laptop ohne angeschlossene externe Zubehörteile zu verwenden, um einen Basis-Energieverbrauch festzustellen. So weißt du, welche Akkulaufzeit du bei normaler Nutzung erwarten kannst.
Manchmal können mehrere Geräte, Zubehörteile und Einstellungen die Akkuleistung beeinträchtigen. Schließe Variablen aus, um dich auf das eigentliche Problem zu konzentrieren.
Zu viele Prozesse
Auf deinem Laptop laufen möglicherweise zu viele Programme und Hintergrunddienste. Reduziere die Anzahl der gleichzeitig ausgeführten Dienste und Programme.
- Öffne den Task-Manager mit einem Rechtsklick auf das Windows-Startmenü.
- Wähle ein Programm aus, das du schließen möchtest, und klicke rechts unten auf „Task beenden“.
- Du erhältst weitere Informationen durch Klick auf „Mehr Details“. Der Tab „Autostart“ zeigt, welche Programme mit dem Computer starten, meist im Hintergrund. Deaktiviere alle unnötigen Autostart-Programme.
Leistungseinstellungen
Die Softwareeinstellungen deines Laptops verbrauchen möglicherweise zu viel Strom. Passe diese Einstellungen an, um energiebewusster zu arbeiten. Einstellungen wie Bildschirmhelligkeit, Standby-Optionen und CPU-Auslastung sind Bereiche, die optimiert werden können.
- Es gibt allgemeine Energiesparpläne zur Auswahl („Ausbalanciert“, „Höchstleistung“ und „Energiesparmodus“). Du kannst einen auswählen, indem du die „Systemsteuerung“ über das Startmenü öffnest und zu „Hardware und Sound“ > „Energieoptionen“ navigierst. Das Wechseln zum Energiesparplan hilft, den Gesamtstromverbrauch zu reduzieren. Natürlich kannst du diese Einstellungen jederzeit manuell im Bereich „Energieoptionen“ der Systemsteuerung anpassen.
- Das Dell-Command-Dienstprogramm wird ebenfalls verwendet, um Energieeinstellungen zu ändern. Du musst deinen Service-Tag oder deine Seriennummer auf der Dell-Website suchen, um einen Download-Link für Dell Command zu finden.
Ab Windows 10 gibt es den Energiesparmodus, der automatisch mehrere dieser energiebewussten Einstellungen gleichzeitig anpasst. Diese Anweisungen gelten für Windows 11, sollten aber für Windows 10 ähnlich sein.
- Rechtsklick auf das Startmenü und wähle „Einstellungen“. Gehe dann zu „System“ > „Strom & Akku“ > „Energiesparmodus“. Dies ist auch im Bereich „Schnelleinstellungen“ unten rechts verfügbar.
Akku benötigt Kalibrierung
Manchmal kann das Akku-Management-System die Realität aus den Augen verlieren und einen leeren Akku melden, obwohl er noch genügend Ladung hat. Um den Akku auf deinem Dell Latitude zu kalibrieren:
- Lade ihn auf 100 % auf und lade ihn für mindestens zwei weitere Stunden weiter.
- Trenne den Laptop vom Stromnetz und verwende ihn normal, um den Akku zu entladen.
- Speichere deine Arbeit, wenn die Warnung bei niedrigem Akkustand erscheint.
- Lass den Laptop eingeschaltet, bis er sich aufgrund des niedrigen Akkustands in den Standby-Modus versetzt.
- Warte mindestens fünf Stunden und lade dann deinen Laptop unterbrechungsfrei auf 100 % auf.
Inkompatible Firmware-Einstellungen
Bestimmte BIOS-Einstellungen beeinflussen die Leistung und den Energieverbrauch deines Laptops. Das BIOS ist eine Software, die auf einem Chip auf dem Motherboard installiert ist. Dieser Chip und seine Software initialisieren hardwarebezogene Einstellungen. Dieses Menü existiert vor dem Betriebssystem, daher musst du in das BIOS booten, bevor das Betriebssystem geladen wird, um Einstellungen zu ändern.
- Schalte deinen Laptop komplett aus.
- Drücke die Ein-/Austaste und drücke wiederholt die „F2“-Taste. Der Laptop bootet in das BIOS-Menü, wo du verschiedene energiebezogene Einstellungen anpassen kannst.
- Wenn du fertig bist, speichere und starte neu. Dein Laptop bootet in dein Betriebssystem.
Schadsoftware
Es sind nicht nur die Apps, die du bewusst ausführst, die Systemressourcen beanspruchen. Auch jede bösartige Software, die du dir beim Surfen im Internet eingefangen hast, tut dies. In bestimmten Fällen kann dieser Verbrauch so signifikant werden, dass dein Computer spürbare Mengen an Akku verbrennt, selbst wenn du scheinbar nichts tust.
- Öffne den Task-Manager, um die Systemauslastung zu prüfen. Dieser kann durch Rechtsklick auf das Windows-Startmenü oder durch Drücken von Strg + Alt + Esc auf deiner Tastatur aufgerufen werden.
- Prüfe die Prozesse, um zu sehen, ob etwas davon große Mengen an Systemressourcen verbraucht. Etwas logisches Denken und Internetrecherche können nötig sein, um herauszufinden, was was ist.
- Lade ein kostenloses, „seriöses“ Anti-Schadsoftware-Programm herunter oder nutze die in dein Windows-Betriebssystem integrierte Software. Diese Tools können deine Maschine auf Schadsoftware scannen und dich auf Programme oder Dateien aufmerksam machen, die sich ohne dein Wissen auf deiner Maschine befinden könnten.
- Sei dir bewusst, dass einige vermeintliche Anti-Schadsoftware-Programme selbst Schadsoftware sind, zusätzliche Systemressourcen verbrauchen und deinen Akku weiter entleeren. Recherchiere gute kostenlose Optionen oder verwende das auf deinem System vorinstallierte Programm (suche nach Windows Defender, falls du Windows 8 oder neuer nutzt).
Befolge in Zukunft die besten Praktiken für Internetsicherheit. Das verhindert, dass du in Zukunft mehr Schadsoftware ansammelst:
- Nutze Werbeblocker-Software wie uBlock Origin, um zu verhindern, dass Werbung in deinem Browser geladen wird.
- Erlaube Drittanbieter-Websites nicht, Software auf deinen Computer herunterzuladen.
- Vermeide Raubkopien von Spielen oder Software. Diese sind riesige Vektoren für Infektionen.
- Vermeide betrügerische E-Mails und sei bei allen E-Mail-Anhängen extrem misstrauisch.
- Halte Software auf dem neuesten Stand.
- Erkenne .exe-Dateien und öffne NIEMALS unbekannte .exe-Dateien. Wenn du diesen Dateityp auf deinem Computer findest und nicht erkennst, solltest du ihn sofort löschen.
Bloatware
Selbst die Anwendungen, von denen du weißt, dass sie installiert sind, verbrauchen möglicherweise mehr Akku, als dir bewusst ist. Wie viele Anwendungen auf deinem Computer werden nie genutzt? Oder kamen auf deiner Maschine vorinstalliert, aber du hast sie nie entfernt? Es ist Zeit für einen Frühjahrsputz.
- Öffne den Task-Manager (drücke Strg + Alt + Esc). Nutze den Tab „Autostart“, um unnötige Startprogramme zu deaktivieren. Wenn du dir nicht sicher bist, ob es notwendig ist, mache einen Rechtsklick auf den Prozess und wähle „Online suchen“, um weitere Details zu erhalten.
- Öffne dein Startmenü und gehe die Liste der Anwendungen durch. Entferne alles, was du nicht benutzt. Mache einen Rechtsklick und wähle „Deinstallieren“, damit das entsprechende Menü erscheint (oder um die App zu entfernen, falls sie aus dem Microsoft Store installiert wurde).
- Viele Leute lassen die von Dell geladene Software installiert, doch das meiste davon ist unnötig. Display- oder Audio-Optimierer werden meist nicht benötigt, aber Support-Software kann nützlich sein.
Akkuverschleiß oder -ausfall
Akkus sind Verschleißteile, und wenn du deinen Laptop seit vielen Jahren benutzt – oder einfach nur etwas Pech hast – könnte dein Akku verbraucht sein.
- Setze den Akku (oder den Akkustecker) neu ein – bei manchen Dell Latitude Laptops ist das einfacher als bei anderen.
- Führe eine Akkudiagnose durch, falls du das noch nicht getan hast. Dell integriert diese Funktion in die SupportAssist Software. Alternativ kannst du einen Energiebericht deines Akkus erstellen. Dies gibt dir harte Daten über deinen Akku.
- Achte auf visuelle Anzeichen für das Alter des Akkus, Aufblähen oder Auslaufen. Ein aufgeblähter Akku kann sich durch Schwierigkeiten bei der Nutzung des Trackpads oder der Tastatur äußern. Wenn sich der Akku ausdehnt, übt er Druck auf die Unterseite dieser Komponenten aus.
- Wenn dein Laptop viel mitgemacht hat, du deine Geräte extremen Klimabedingungen aussetzt oder du einfach ein Power-User bist, der Akkus schnell verbraucht, ist ein Ersatzakku die beste Wahl.
Falls du keine Ersatzanleitung für dein Dell-Modell findest, keine Sorge – bei den meisten Modellen reicht es aus, den Laptop zu öffnen, den Akkustecker abzuziehen und die Schrauben zu entfernen, die den Akku halten.
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