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Grundlagen

Bevor du dich an die zeitaufwendigeren Lösungen weiter unten wagst, hier ein paar grundlegende Schritte für den Anfang:

  • Nach System-Updates suchen: Dein Linux-System mit den neuesten Paketversionen aktuell zu halten, ist entscheidend für die Funktionalität deines Systems. Führe den Befehl sudo apt update && sudo apt upgrade aus, um die Pakete deines Systems zu aktualisieren.
  • Unnötige Prozesse beenden: Im Gegensatz zu Betriebssystemen wie Windows sind Linux-Distributionen oft sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, Programme automatisch zu schließen. Das kann dazu führen, dass deine Systemressourcen extrem strapaziert werden. Nutze den Befehl sudo ps aux, um Prozesse zu finden, und sudo pkill -15 "process_name", um sie zum Beenden aufzufordern, oder sudo pkill -9 "process_name", um sie sofort zwangsweise zu beenden.
  • Systemprotokolle untersuchen: Systemprotokolle oder Absturzberichte sind Aufzeichnungen von Ereignissen des Betriebssystems und können dabei helfen festzustellen, was bis zum Zeitpunkt des Systemabsturzes passiert ist.

Beschädigte oder fehlerhafte Treiber

Lösung: Aktualisiere die Treiber deiner Maschine

Wenn dein Gerät trotz der vorherigen Schritte abstürzt, musst du die Treiber wahrscheinlich manuell installieren oder neu installieren, oder ein Stück Hardware ist mit deiner Linux-Distribution inkompatibel.

  • Wenn du ein Linux Live-USB-Medium verwendest, solltest du in /var/log/syslog oder dmesg nachsehen. Das Verzeichnis "syslog" sollte wichtige Informationen zu den Treibern und der Hardware deines Geräts liefern. Grafikfehler werden in ~/.Xsession-errors oder /var/log/Xorg.0.log aufgelistet.
  • Der Hersteller des Bauteils hat möglicherweise aktuellere Treiber als Acer. Dies ist besonders für die Grafikverarbeitung relevant. Überprüfe die Herstellerseiten von AMD, Intel oder NVidia direkt.

Vermeide Programme, die als Treiber-Updater beworben werden, wenn sie nicht direkt von einem Elektronikhersteller (z. B. Intel, AMD, Realtek) stammen. Diese können im besten Fall falsche Treiber oder im schlimmsten Fall Schadsoftware installieren.

  • Wenn ein Update das Problem nicht behebt und du vermutest, welches Gerät das Problem verursacht, versuche, den Treiber zu deinstallieren und neu zu installieren. Dies ist spezifisch für deine Linux-Distribution.

Gerät wird zu heiß

Lösung: Stelle sicher, dass deine Maschine frei von Staub und Schmutz ist

Wenn deine Maschine willkürlich abstürzt, könnte es an einer Überhitzung liegen. Dass ein Gerät zu heiß wird, kann verschiedene Gründe haben. iFixit hat Seiten zu diesem Thema für viele Geräte, darunter Dell, Lenovo, HP, Razer, Acer, Asus und Samsung. Aber für den Anfang: Erwäge Folgendes...

  • Entferne angesammelten internen Staub: Verwende Druckluft oder eine andere umweltfreundliche Alternative, um so viel Staub wie möglich zu entfernen. Für den besten Effekt baue die Lüfter aus und reinige sie separat.
  • Prüfe, ob dein Lüfter ausgefallen ist: Wenn der Lüfter deines Systems keine Luft durch dein System bewegt, kann sich Hitze im System stauen. Achte auf Anzeichen der Lüfterfunktion. Macht er Geräusche? Wenn ja, sind diese Geräusche normal? Wenn der Lüfter klickt, schleift oder andere ungewöhnliche Geräusche macht, solltest du ihn ersetzen.
  • Ersetze die Wärmeleitpaste deines Systems: Entferne den Kühlkörper und trage die Wärmeleitpaste auf deine CPU neu auf. Das kann die Wärmeübertragung zum Kühlkörper optimieren, die Betriebstemperatur senken und Systemabstürze reduzieren.

Defektes Speichermedium

Lösung: Überprüfe, ob dein Speichermedium defekt ist

Wenn du weiterhin Probleme hast, könnte die Ursache an beschädigten Daten auf deinem Speichermedium liegen.

  • Wenn dein Speichermedium SMART-fähig ist, kannst du es mit dem Programmpaket "smartmontools" testen.
  • Öffne das Terminal-Programm und verwende den Befehl sudo apt-get install smartmontools, um smartmontools zu installieren, und sudo smartctl -I /dev/sda, um zu testen, ob dein Laufwerk SMART-kompatibel ist. /dev/sda ist der Pfad zu deiner Festplatte.
  • Wenn dein Laufwerk SMART-fähig, aber nicht aktiviert ist, kannst du es mit sudo smartctl -H on /dev/sda aktivieren.
  • Nutze den Befehl lsblk, um deine verfügbaren Festplatten aufzulisten, und hänge die Festplatte, die du prüfen willst, mit sudo unmount /dev/sda aus (ersetze den Pfad durch die entsprechenden Informationen).
  • Überprüfe den Zustand deiner Festplatte mit sudo smartctl -H on /dev/sda.
  • Führe den Befehl sudo fsck /dev/sda aus, um das Dateisystem zu prüfen.
  • Scanne die Festplatte mit sudo badblocks -v /dev/sda auf fehlerhafte Sektoren.
  • Hänge die Festplatte mit sudo mount /dev/sda wieder ein. Wenn dein Laufwerk als defekt getestet wurde oder du ein konventionelles Festplattenlaufwerk (HDD) hast, erwäge den Austausch durch eine Solid-State-Drive (SSD) für einen Leistungsschub. SSDs sind energieeffizienter und deutlich schneller.

Defekter oder unzureichender Arbeitsspeicher (RAM)

Lösung: Teste den Arbeitsspeicher (RAM) und ersetze ihn bei Bedarf

Random Access Memory, allgemein bekannt als RAM, ist ein wahrscheinlicher Hardware-Verdächtiger bei Problemen mit Kernel-Panics und System-Freezes unter deinem Betriebssystem.

  • Setze deine RAM-Module neu ein. Zahlreiche winzige Pins könnten leicht dejustiert sein. Sie zu entfernen und wieder einzusetzen, könnte ausreichen, um dies zu beheben.
  • Teste deinen RAM durch eine Diagnose.
    • IT-Profis verwenden seit Ewigkeiten memtest86, um RAM zu testen. Es ist ein kostenloses Werkzeug und die Dokumentation ist exzellent! Die Anwendung erfordert jedoch etwas mehr Wissen.
  • RAM-Tests sind bekanntermaßen langwierig und kleine Fehler sind für Tests komplex zu finden. Vertraue auf Diagnosefehler, aber nicht auf "Bestanden"-Ergebnisse. Mehrere Testdurchläufe können nötig sein, um ein Problem zu finden.
  • Ersetze den Arbeitsspeicher, wenn die Diagnose fehlschlägt – entweder durch Erhöhung der Gesamtkapazität oder Beibehaltung der exakten Menge und Geschwindigkeit.

Jacob Mehnert

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