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German Translation, QA & Community Care

Ich arbeite seit März 2022 bei iFixit Europe. Hauptsächlich bin ich für die Übersetzung von Blogartikeln ins Deutsche zuständig, übersetze und lektoriere aber auch Reparaturanleitungen und alles andere, was auf der iFixit-Website anfällt. Basteln und feilen tue ich hauptsächlich an Texten und weniger an elektronischen Geräten, aber ich liebe es, selbst kreativ tätig zu sein, Dinge zu erschaffen und ihre Lebensdauer zu verlängern - ich nähe und upcycle, backe mein eigenes Brot und wühle zur Abwechslung nicht nur in Wörterbüchern, sondern auch im Garten. Ich lebe Nachhaltigkeit aus Überzeugung und fühle mich daher wie zu Hause bei iFixit.

Ausbildung und Erfahrung

Weil ich schon immer gerne andere Länder und Menschen kennengelernt habe, wollte ich ursprünglich Deutsch unterrichten - auf der ganzen Welt. Daher habe ich Deutsch als Fremdsprache und Anglistik/Amerikanistik studiert (Bachelor of Arts). Mit meinem Mann, der aus England stammt, habe ich eine Weile in Schottland gelebt und dort an der University of Edinburgh noch einen Master of Science in Applied Linguistics gemacht. Weil ich den mit Auszeichnung bestanden und den Highly Commended Dissertation Award für meine Masterarbeit bekommen habe, wollte ich eigentlich promovieren - wieder im Fach Deutsch als Fremdsprache, an der Universität Leipzig. Dort habe ich viereinhalb Jahre lang als Wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet; zunächst im Projekt UniSpracheDeutsch, in dem ich Workshops und Beratung für internationale Studierende durchgeführt habe, später im Forschungsprojekt SpraStu (“Sprache und Studienerfolg bei Bildungsausländer-/innen”). Dort haben wir empirisch untersucht, wie sich sprachliche Kompetenzen - und andere Faktoren - auf den Studienerfolg internationaler Studierender auswirken. Durch die Arbeit in diesem Projekt habe ich unglaublich viel gelernt, und es war ein tolles Gefühl, durch unsere Ergebnisse (hoffentlich) dazu beizutragen, internationale Studierende an deutschen Unis gezielter zu fördern. Auch meine Dissertation wollte ich zu einem verwandten Thema schreiben, aber dann kam unsere Tochter zur Welt, der Umzug in die Stuttgarter Gegend stand an (dort kommen meine Eltern her), ein riesiger Garten wollte gepflegt werden und unser Sohn war unterwegs - da verschwand die Diss erstmal in einer Schublade. Und gerade, als ich überlegte, sie wieder hervorzuholen, stolperte ich über die Stelle bei iFixit, und weil ich immer schon gern übersetzt habe und mich so sehr mit den Werten und Zielen des Unternehmens identifiziere, habe ich beschlossen, hier ein neues Kapitel in meinem Leben anzufangen.

Lieblingsreparatur

Meine Reparaturen beschränken sich meistens auf die Klamotten meiner Kinder, für alles andere ist mein Mann zuständig, der von Armbanduhren bis VW-Bussen einfach alles reparieren kann. Unverzichtbar für meine Arbeit kann er mir nicht nur die technischen Vorgänge erklären, die ich übersetze, sondern auch meinen geliebten 70er-Jahre-Verstärker am Laufen halten, durch den Schumann klingt wie Bernstein - dass er mir den wiederhergestellt hat, ist definitiv meine Lieblingsreparatur, wenn auch nicht meine eigene. Unter meinen Ausbesserungen bin ich vor allem auf eine stolz: Ich habe die zwanzig Jahre alte Jogginghose meiner Schwester so repariert, dass sie hoffentlich weitere zwanzig Jahre hält - ein paar Risse mussten gestopft, lose Säume ausgebessert und ein neuer Bund angenäht werden, aber jetzt ist sie wieder topfit! Auch wenn das kein teures Smartphone ist, das ich repariert habe: Egal, was wir reparieren, jede Reparatur schont Ressourcen und setzt eigene Fähigkeiten frei. Vor allem, was Kleidung anbetrifft, können wir ein Zeichen gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen in Produktionsländern und lange Transportwege setzen, indem wir unsere Klamotten ausbessern, statt neue zu kaufen, und die Flicken mit Stolz tragen.

Mehr über mich

Sachen selbst herzustellen, macht mir Freude. Abgesehen vom Nähen und Upcyclen stricke ich auch gern, was meine Mutter mir im Alter von acht Jahren beigebracht hat, ich lerne häkeln, koche gern und backe Brot. Besonders gern bin ich in unserem wunderschönen Garten, der Teil einer typisch schwäbischen Streuobstwiesenlandschaft ist. Wir sind noch in der Planungsphase, aber langfristig wollen wir Gemüsebeete anlegen und mein Projekt für dieses Jahr ist eine sechzehn Meter lange Beerenhecke, mit Him-, Brom-, Johannis-, Stachel- und Gojibeeren (die kann man hier tatsächlich anbauen!). Vom Garten aus haben wir einen schönen Blick auf die Schwäbische Alb, wo ich schon als Kind mit meinen Eltern und Großeltern gewandert bin. Von diesen Unternehmungen habe ich mir nicht nur meine Wanderfreude erhalten, sondern auch eine Naturverbundenheit, die mein ganzes Leben prägt. Ich liebe die Schönheit der Natur, und ihre Zerstörung tut mir in der Seele weh. Ich werde nie vergessen, wie ich auf meinen Reisen nach Peru die verfärbte, wunde Erde in der Nähe illegaler Goldminen gesehen habe. Mir dreht sich immer noch der Magen um, wenn ich daran denke, was das Schürfen nach Edelmetallen mit der Natur und den dort arbeitenden Menschen (auch Kindern!) macht, und ich bin froh, wenn ich mit meiner Arbeit bei iFixit dazu beitragen kann, dass weniger dieser Metalle gebraucht werden. Ich glaube fest daran, dass wir alle die Welt ein bisschen heiler und gerechter machen können, indem wir weniger kaufen und mehr reparieren!

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I started working at iFixit Europe in March 2022, translating blog posts, repair manuals and anything else on the iFixit website into German, helping to make them accessible for the growing number of German language speakers enjoying DIY repairs. Though I’m not much of a techie myself, my husband can fix absolutely anything from phones to cars (including my beloved 1970s amplifier - sounds like liquid amber), and I do DIY in my own way - I enjoy sewing, gardening and baking my own bread. I love creating things and making them last longer, and I hate to waste, so I feel very much at home at iFixit.

Education and Experience

I’ve always loved reading and travelling, so originally, I wanted to be a German teacher abroad and studied Teaching German as a Foreign Language as well as English and American Studies. My husband (who’s English) and I moved to Scotland for a while, where I completed my master’s degree in Applied Linguistics at the University of Edinburgh. After returning to Germany, I worked at Leipzig University for a while, teaching German to international students and working at a research project. Since I passed my master’s with distinction and won the Highly Commended Dissertation Award for my master’s thesis, I started work on a PhD, but then we had our daughter and moved back to Southern Germany, where my parents are from, and with our son on the way and a vast garden to take care of, I gave up on that project (I’ve got plenty of other ones to get on with!). I’ve always loved translating, and I’m afraid I’m an incurable idealist always trying to make the world a better place, so I was thrilled to get the job at iFixit.

Favourite Fixes

I’m more used to fixing my kids’ clothes than phones, so I’m still getting used to the tech vocabulary (where my husband is a great help). But the more great stories and manuals I’m translating, the more do I want to try fixing electronics myself. Next time my toddler drops my phone I might have an opportunity to have a go. But I believe that no matter what we fix, we help to reduce waste, and particularly where clothes are involved, we can avoid supporting inhumane working conditions by learning how do sew, darn and proudly wear our patched-up clothes instead of buying new ones. The repair I’m most proud of was fixing my sister’s running trousers she’d had for 20 years - lots of darning, bit of hemming, and a new waistband, so I’m positive they’ll last another 20 years! (I’ll let you know!)

More About Me

Apart from sewing, I also enjoy knitting (my mum taught me when I was 8) and gardening. We are still trying to get the garden into shape at the moment, but we’re planning to grow our own vegetables and I’ve already marked out the ground for a long row of raspberries, blackberries and red and black currant bushes. Living so close to the Schwäbische Alb, the mid-high mountain range extending south-east of Stuttgart, I also love hiking and rediscovering all the places my parents used to take me and my sister to when we were kids. This connection to nature that particularly my mum and my grandma taught me has been with me all my life. I love the beauty of nature, and I’ve seen it destroyed, both in Germany and on my travels to India and Peru, in the name of industry and the craze for the latest technology. I still feel pain when I remember seeing that discoloured soil near illegal gold mines in Peru and what the chemicals do to the people (including kids!) who work there, and I want to do my share to make things better. I firmly believe that the world would be a better place if we bought less and fixed more!